200 Kilometer langer Eisberg driftet in der Antarktis
- Experte: "Keine Gefahr für Menschen"

Ein mehr als 200 Kilometer langer und 32 Kilometer breiter Eisberg driftet nach Angaben eines Forschers in den Gewässern der Antarktis. Der 200 Meter hohe Koloss sei vom kontinentalen Eisblock abgebrochen. Er befinde sich im Ross-Meer, 300 Kilometer von der Abbruch-Stelle entfernt, sagte David Vaughan der British Antarctic Survey (BAS) am Dienstag in Paris.
Dieser "C-19" genannte Eisberg sei der größte der vergangenen Jahre. Seine Bewegungen würden seit etwa fünf Monaten von dem europäischen Satelliten Envisat beobachtet. Derartige Abbrüche "kommen immer wieder vor", sagte Vaughan. "Dadurch entsteht keine Gefahr für Menschen".
Es sei auch sehr unwahrscheinlich, dass dieses Phänomen durch den Treibhauseffekt verursacht worden sei. Die dem Eisberg am nächsten liegende Landmasse sei das mehrere tausend Kilometer entfernte Neuseeland. Der größte Eisberg der vergangenen Jahrzehnte sei das Monstrum "Trolltunga" von 18.000 Quadratkilometern Größe (drei Mal so groß wie C-19) in den siebziger Jahren gewesen.
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