Donnerstag, 24. Oktober 2002

Luft-Alarm! Draken jagten Tarnkappen-Bomber

  • Bereits 44 Draken-Einsätze nach dem 11. September

Luft-Alarm über Tirol! Zwei Tarnkappen-Bomber der US-Army wollten im (Radar-)Schatten eines US-Tankmaschine der rot-weiß-roten Luftraum überqueren. Unerlaubt! Obwohl die Stealth-Bomber praktisch fürs Radar unsichtbar sind, wurden die Jets geortet. Alarm-Start von zwei Draken!

So liest sich der Bericht des Bundesheeres: Zwei Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe starteten Freitag, den 18. Oktober 2002, vom US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (D). Die beiden Maschinen flogen im Radarschatten eines KC-10 Tankflugzeuges. Am Radarschirm der Goldhaube war jedoch nur ein Flugobjekt zu sehen. Die Flugzeuge wichen außerdem von der vorgeschriebenen Flugroute ab und mussten von der deutschen Flugsicherung wieder auf Kurs gebracht werden. Die Fluganmeldung war dazu kurzfristig zweimal geändert worden.

Die militärische Luftraumüberwachung entschied deshalb, "das Flugobjekt" zu identifizieren. Draken-Abfangjäger erreichten die 3 Flugzeuge im Luftraum über Innsbruck. Die US-Maschinen waren für einen Überflug angemeldet und landeten am italienischen Stützpunkt Sigonella. Der Zweck der Überstellung ist unklar.

Am Samstag, den 19 Oktober 2002, identifizierten Draken-Abfangjäger ein russisches Transportflugzeug der Type Antonov 124 im Luftraum über Linz. Die Zivilmaschine mit dem Ziel Senegal kam aus Russland. Die Antonov wurde kontrolliert, da sie bereits am 6. September mit einer diplomatischen Auflage - also mit der Elaubnis, besondere Güter zu befördern - über Österreich geflogen war. Für Samstag war diese Sondergenehmigung nicht beantragt worden.

Das Bundesheer wird den österreichischen Luftraum deshalb auch in Zukunft intensiv überwachen.

24.10.2002 13:19