Mittwoch, 23. Oktober 2002

Niederösterreicher beim Tauchen tödlich verunglückt

  • Zweiter Mann konnte bei stürmischem Wetter gerettet werden

Zwei Niederösterreicher sind beim Tauchen vor der Küste Kroatiens verunglückt. Für den 40-jährigen Ernst W. aus Heidenreichstein (Bezirk Gmünd) endete der Tauchversuch bei stürmischem Wetter tödlich. Ein zweiter Mann aus der selben Ortschaft, Hermann D. (47) wurde gerettet.

Der Unfall hat sich der kroatischen Tageszeitung "Novi list" zufolge am Dienstag zugetragen. Die beiden Männer waren am Strand von Kostrena in der Nähe von Rijeka ins Wasser gegangen, obwohl sie von einem Augenzeugen, der zu dieser Zeit im Taucherclub Dienst hatte, gewarnt worden sein sollen. Zu diesem Zeitpunkt herrschte schlechtes Wetter mit hohem Wellengang und starkem Wind.

Die beiden Niederösterreicher wurden dem Augenzeugenbericht zufolge sofort von einer riesigen Welle erfasst, die Hermann D. auf einen Felsen am Ufer schleuderte, während Ernst W. in den Fluten verschwand. Der Dienst habende Taucher sprang sofort ins Meer und hielt Hermann D. über Wasser, bis endlich Hilfe eintraf. Es dauerte eineinhalb Stunden, von 10.00 bis 11.30 Uhr, ehe der Retter und der Heidenreichsteiner an Land und in Sicherheit waren.

Währenddessen entdeckte ein Einheimischer aus Kostrena einen Taucher im Meer treiben. Er holte Ernst W. in sein Boot und versuchte ihn zu reanimieren, aber erfolglos. Der 40-Jährige gab kein Lebenszeichen mehr von sich. Die Polizei in Rijeka gab gegenüber der APA bekannt, dass die Gerichtsmedizin als Todesursache Ertrinken festgestellt hat.

23.10.2002 17:34