FORMAT: Herbstreisen zum Sondertarif
- Plus: Der Preiskampf der Billigflieger
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Großer Boom beim raschen Reisen
Immer mehr Urlauber, die moderate Temperaturen und eine reizvolle Landschaft der Sommerhitze vorziehen, entdecken den Herbst als ideale Reisezeit. Die Buchungen in dieser Periode verzeichnen seit Jahren überdurchschnittliche Zuwachsraten. Und: Der Kampf der Billigairlines um Passagiere und die Kriegsgefahr im Irak zwingen die Veranstalter derzeit zu besonders günstigen Offerten.
Wer auf vollgestopfte Flieger und überlaufene Ferienhotels zu Höchstpreisen in der Hochsaison verzichten will, kann gleichzeitig auch noch kräftig sparen. Paul Kothbauer, Chef der Restplatzbörse: "Die Preise liegen im Schnitt zwischen 20 und 60 Prozent unter jenen im Juli und August."
Die Jagd nach Rabatten macht sich vor allem bei Städtedestinationen bezahlt. "Obwohl die Nachfrage steigt, sinken die Flugpreise", erklärt Kothbauer. Der Grund für dieses Paradoxon: Einerseits bieten Billigcarrier wie Ryanair und Skyeurope immer mehr Destinationen an, andererseits sagen nun auch Fluglinien wie AUA, Lufthansa und die Swiss den neuen Konkurrenten den Kampf an.
Buchen: Je früher, desto billiger
Zu noch günstigeren Konditionen hebt man weiterhin mit den Billigfliegern ab. Wem der Weg nach Bratislava nicht zu umständlich ist und wer auf ein gediegenes Menü an Bord verzichtet, fliegt mit der slowakischen Airline Skyeurope um 138 Euro in die Modemetropole Mailand. Dabei gilt im Gegensatz zu den typischen Last-minute-Flügen die Devise: Je früher man bucht, desto billiger.
Besonders Reisen in arabische Länder werden derzeit zu Dumpingpreisen angeboten. "Seit die Kriegsangst wieder umgeht, sind Reisen in die Türkei, nach Tunesien und Ägypten zu deutlich günstigeren Konditionen zu haben", so Kothbauer. Sollte es tatsächlich zu einer militärischen Auseinandersetzung im Irak kommen, dürfte das die Preisspirale noch weiter nach unten treiben.
Wer sich seine Reise via Internet selbst organisiert und praktisch auf den letzten Drücker bucht, kommt ebenfalls billig weg. "Die Zugriffe auf diese Ultra-Last-minute-Angebote werden immer höher", bemerkt AllesReise-Chef Donabauer. Gebucht werden kann bei allen Anbietern praktisch bis zur letzten Minute – sofern die Reise via Internet gelöst wird. Die Tickets werden dann am Flughafen hinterlegt.
Wer sich nicht auf ein heißes Last-minute-Angebot verlassen will und bereits den Winterurlaub plant, sollte demnächst buchen. "Vor allem Pauschalreisen nach Südostasien, etwa nach Mauritius sind stark gefragt“, erklärt Donabauer. Schließlich werden auch Frühbucher belohnt. Viele Anbieter gewähren bei zwei oder drei Monaten Vorbuchung einen Bonus von 50 bis zu 70 Prozent.
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