Wildbret hat jetzt wieder Saison
- Gasthäuser locken mit kulinarischen Köstlichkeiten
- Tipps: Wo man Wildfleisch kauft & wie man es einfriert
Sogar so mancher deklarierte Jagdgegner vergisst im Herbst - zumindest für kurze Zeit - auf seine Tierliebe, um den Verlockungen der Wildwochen nachzugeben: Die gastronomische Versuchung durch Wildererpfandl, Hirschrouladen oder Rehrücken erweist sich für viele als zu stark: Pro Jahr "verspachteln" Herr und Frau Österreicher mit Genuss zehn Millionen Kilogramm Wildbret im Wert von etwa 27,3 Millionen Euro.
Schweine- und BSE-Skandal hat den Absatz weiter gesteigert. Dabei gibt es auch so schon genügend Argumente, um zum "gesunden" Wildbret zu greifen: Dieses gehört neben Fisch zu den eiweißreichsten Fleischarten, hat dafür aber nur einen sehr geringen Fettanteil, der sich zudem nicht im Gewebe selbst, sondern am Rand ablagert und so leicht entfernt werden kann.
Wildbret ist arm an Cholesterin, was Schlemmen ohne Reue erlaubt. Damit sind noch gar nicht alle Vorteile aufgezählt: Die Muskelfasern sind allgemein sehr zart und kurz, der Anteil des Bindegewebes ist gering. Die dunkle Farbe kommt daher, dass Wild nicht "geschlachtet" oder "abgestochen", sondern weidgerecht erlegt wird.
Dass den Feinschmeckern der Nachschub nicht ausgeht, dafür sorgen in Österreich rund 115.000 Jäger. Sie haben im abgelaufenen Jahr mehr als 44.000 Stück Rotwild, 78.500 Rehwild und 25.000 Stück Gamswild erlegt. Aber auch 184.000 Hasen und 180.000 Fasane landeten auf den Tellern.
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