Bertelsmann verkauft angeblich Pixelpark
- Zeitung: Gespräche über Veräußerung weit forgeschritten
- Angeblicher Käufer: Droege & Comp.
Der Berliner Internetdienstleister Pixelpark soll nach einem Zeitungsbericht verkauft werden. Wie der "Euro am Sonntag" unter Berufung auf "gut unterrichtete Kreise" schreibt, will der Medienkonzern Bertelsmann seine defizitäre Multimedia-Tochter Pixelpark an die Düsseldorfer Unternehmensberatung Droege & Comp. verkaufen. Ein Sprecher von Bertelsmann sagte dazu, das Unternehmen äußere sich nicht zu Spekulationen.
Laut Zeitung sind die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten, verhandelt werde derzeit nur noch über den Preis. Erhalten werde solle nur der profitable Pixelpark-Standort Köln.
Rückzug wurde am Donnerstag angekündigt
Bertelsmann-Chef Gunter Thielen hatte am Donnerstag angekündigt, das Unternehmen werde sich aus Internet-Aktivitäten ohne Gewinne zurückziehen. Am Internetdienstleister Pixelpark wolle der Medienriese aus Gütersloh jedoch festhalten. "Aber wir müssen da noch mal zurückschneiden."
Umsatzrückgang erwartet
Nach vorläufigen Zahlen erwartet Pixelpark im dritten Quartal 2002 einen deutlichen Umsatzrückgang von etwa 30 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Dieser werde das operative Ergebnis deutlich belasten, hatte Pixelpark mitgeteilt, ohne dies näher zu beziffern. Für das 4. Quartal sei keine kurzfristige Markterholung in Sicht.
2001: Rekordverlust
2001 hatte Pixelpark einen Rekordverlust von 86 Mill. Euro ausgewiesen bei einem Umsatz von 81,3 Mill. Euro. Nach misslungenen Zukäufen und Rückschlägen im Ausland konzentriert sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft.
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