Freitag, 18. Oktober 2002

Handel schließt KV-Verhandlungen ab

  • 2,1 Prozent mehr Gehalt im Jahr 2003
  • Gewerkschaft spricht von "gerade noch tragbarem Abschluss"

Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Handel haben sich nach zähen Lohnverhandlungen Freitagabend doch noch auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 350.000 Handelsangestellte und etwa 100.000 Beschäftigte in verwandten Berufen geeinigt. Demnach werden die jeweiligen kollektivvertraglichen Mindestlöhne mit 1. Jänner 2003 um 2,1 Prozent angehoben.

Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine KV-Erhöhung von durchschnittlich 3,5 Prozent verlangt. Ursprünglich waren weitere Verhandlungen für Ende der kommenden Woche geplant.

Die Arbeitnehmervertretung sprach nach der Einigung "von harten, aber dennoch raschen Verhandlungen" und einem "für beide Seiten gerade noch tragbaren Abschluss". Angesichts der schwierigen konjunkturellen Situation im heimischen Handel habe man "ein verantwortungsvolles Ergebnis erzielt", so Alois Wichtl, Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite am Freitagabend in einer Aussendung. Auch nach Ansicht von Felix Hinterwirt, Verhandlungsführer für die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ist das Ergebnis "für die Beschäftigten vertretbar".

18.10.2002 18:13