Mittwoch, 16. Oktober 2002

Telefonie billiger, Autoversicherung und Reisen teurer

  • Haushaltsenergie günstiger, aber Treibstoffe kostspieliger

Der "Warenkorb", den die Statistik Austria für ihre Berechnung heranzieht, ist breit gestreut. Aber: Sich damit zu beschäftigen, lohnt sich. Teurer wurden zum Beispiel Mieten und Eigentumswohnungen, billiger die Nachrichten-Übermittlung und die Gesundheitspflege.

Preisdämpfer Telefonie und Gesundheitspflege
Gegenüber dem September des Vorjahres preisdämpfend wirkten diesmal - wie schon in den vergangenen Monaten - die Nachrichtenübermittlung und die Gesundheitspflege ( je -0,9 Prozent), zum Beispiel Telefon Festnetz -2 Prozent, Mobiltelefon Gesprächsgebühr -4 Prozent.

Haushaltsenergie insgesamt (Strom, Gas, Heizöl, Kohle, Fernwärme - jedoch ohne Treibstoffe) kostete um 2,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der gesamte Teilindex Energie (2000=100) lag im September bei 100,5 Zählern. "Energie ist also fast gleich billig wie vor zwei Jahren", so Haschka.

Mit einem Fünftel trugen nach Angaben der Statistik Austria "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (+3,4 Prozent) zur Inflationsrate bei, mit einem Sechstel Freizeit und Kultur (+2,2 Prozent).

Auf den Plätzen drei und vier lagen im September im Jahresabstand mit je einem Sechstel Inflationsbeitrag Restaurants und Hotels (+3,4 Prozent) und Erziehung und Unterricht (+28,1 Prozent).

Teurer: Autos, Reisen, Freizeit, Kultur, Hotels, Restaurants, Tourismus und Stadionplätze
Markante Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr gab es bei Kfz-Versicherungen (+4 Prozent), bei Pauschalreisen (+6,1 Prozent; Flugpauschalreisen +6 Prozent, Städteflug +10 Prozent) und bei Freizeit- und Kulturdienstleistungen (2,6 Prozent; Ausstellung/Museum +5 Prozent, Touristische Attraktionen +7 Prozent, Seilbahnen und Lifte +5 Prozent und Fußballsitzplatz +11 Prozent). Auch bei Restaurants, Cafes (+3,2 Prozent) gab es gegenüber dem Vorjahr Preissteigerungen um 4 Prozent sowohl bei Essen im Restaurant/Gasthaus als auch bei Getränken im Restaurant/Gasthaus (Bier +3 Prozent, Apfelsaft +6 Prozent, Spezialitätenrestaurant +4 Prozent).

Bekleidung teurer
Im Monatsabstand die größten Preissteigerungen registrierte die Statistik Austria im September bei Bekleidung und Schuhen (+4,9 Prozent), Wohnung, Wasser und Energie (+0,2 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (+2,6 Prozent). Mit dem Ende des Ausverkaufs erhöhten sich die Preise für Bekleidungsartikel um durchschnittlich 6 Prozent, Damenbekleidung um 8 Prozent (Damenhose +9 Prozent, Damenjacke +13 Prozent und Damenrock +16 Prozent) und Herrenbekleidung um 5 Prozent (Herrenjacke +14 Prozent). Auch bei Schuhen (+1 Prozent) kam es zu leichten Preissteigerungen (Kinderhalbschuhe +5 Prozent, Damenstiefel +5 Prozent, Herrenhalbschuhe +1 Prozent).

Mieten höher
Die Ausgaben für Eigentumswohnungen (+1 Prozent) und die Wohnungsmieten (+1 Prozent) stiegen im September gegenüber dem Vormonat August ebenfalls leicht an. Im Bereich Erziehung und Unterricht kam es zu Schulbeginn zu Preissteigerungen bei Kindergärten und Volksschulen (+3,0 Prozent; Kindergartengebühr +3 Prozent, Volkschule, Halbinternat +4 Prozent), sowie in der Erwachsenenbildung (+5,3 Prozent).

Preissenkungen gegenüber dem Vormonat August gab es bei Waren und Dienstleistungen aus den Bereichen Freizeit und Kultur (-1,8 Prozent), Verkehr (-0,9 Prozent) und Restaurants und Hotels (-1,7 Prozent). Mit Ende der Hauptreisezeit kam es zu Preisnachlässen bei Pauschalreisen (-6,6 Prozent; Flugpauschalreisen -12 Prozent, Flugreisen -7 Prozent, Flugtickets -16 Prozent) und bei Beherbergungsdienstleistungen (-12,2 Prozent; Hotel alle Kategorien -4 Prozent, Übernachtung im Ausland/Appartement -29 Prozent).

16.10.2002 10:34