Gläubigerbanken mit Sanierungsplänen einverstanden
- Banken sind für Fiat-Umstrukturierung - Wollen keine Anteile
·Romano Prodi
Über Stellenabbau bei Fiat besorgt
·Fiat-Krise
Keine Staatshilfen ohne EU-"OK"
Die Gläubigerbanken der italienischen Fiat-Gruppe befürworten den Umstrukturierungsplan des Unternehmens. Sie lehnen aber nach Angaben aus Bankenkreisen eine Beteiligung am Industrie- und Autokonzern ab. Der hochverschuldete Konzerns kann bei der Sanierung jedenfalls fest auf die Hilfe der Gläubigerbanken setzen.
Die Banken Capitalia, IntesaBci, Unicredito und Sanpaolo Imi gaben am Mittwochabend nach einem dreistündigen Treffen mit dem Finanzminister Giulio Tremonti und der Fiat-Führung grünes Licht für den Sanierungsplan.
Die Restrukturierung der Gruppe ist "mit dem seinerzeit zwischen Konzern und Banken ausgehandelten Vertrag vereinbar", hieß es. Fiat hatte am 9. Oktober angekündigt, rund 8.100 Stellen kürzen zu wollen, um eine drastische Produktionsdrosselung einzuleiten.
Fiat will Schulden halbieren
Fiat hatte sich vor wenigen Monaten mit den Banken geeinigt. Als Gegenleistung für eine Drei-Milliarden-Wandelanleihe will der Konzern seine Nettoverschuldung bis Ende 2002 auf drei Milliarden Euro halbieren. "Die Banken haben den Fiat-Plan unter dem Gesichtspunkt eines Wiederaufschwungs als positiv bewertet", hieß es in der Mitteilung weiter. Damit widersetzten sich die Banken den von der italienischen Regierung angekündigten Plänen, den Arbeitsplatzabbau mittels eines neuen Restrukturierungsplans verhindern zu wollen.
In die Krise schaltete sich auch der gesundheitlich angeschlagene Firmenpatriarch Giovanni Agnelli ein, der offensichtlich wieder Einfluss auf das Tagesgeschäft nimmt. Das Unternehmen werde an dem ursprünglichen Restrukturierungsplan mit drastischem Arbeitsplatzabbau und Milliarden-Investitionen festhalten, hieß es in einer Fiat-Mitteilung. Allerdings sei das Unternehmen auch bereit, mit der italienischen Regierung über einen neuen Industrie- und Finanzplan zu diskutieren. Die Regierung hat das Fiat-Management den Angaben zufolge zu einem erneuten Treffen in den kommenden Tagen gebeten.
Der Kurs der Fiat-Aktie stieg am Mittwoch an der Mailänder Börse in einem schwächeren Marktumfeld um 0,2 Prozent auf 8,63 Euro.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache

