U-Haft wegen Fluchtgefahr
- Manager schockiert über Verhaftung
Der Contrin-Gründer Stefan Mirkovich-Palatin wurde jetzt wegen Untreue und schweren gewerbsmäßigen Betrugs mit einem Schaden von über 4,4 Mill. Euro schuldig erkannt. Bei Johann Schmid, der ursprünglich als Buchhalter begonnen hatte, erkannte der Senat auf Untreue mit einem Schaden von über 10,9 Mill. Euro, wobei der Vorsitzende sinngemäß anmerkte, dieser sei in Wahrheit nur der Handlanger von Mirkovich-Palatin gewesen.
"Der Geist, der über dem ganzen Sachverhalt schwebt, ist Mirkovich-Palatin." Schmid mache nicht den Eindruck, "als ob er so etwas aus eigenem Antrieb tun würde". In seinem Fall habe es auch "keine wesentliche Eigenbereicherung" gegeben.
Schock
Die Höhe ihrer Freiheitsstrafen und vor allem ihre Verhaftung nahmen die beiden Männer geschockt zur Kenntnis. "Ich bin entsetzt", stammelte Schmid. Mirkovich-Palatin, der in dieser Sache bereits acht Monate in U-Haft gesessen war, zuletzt aber in London wieder erfolgreich seinen Geschäften nachging, bemerkte: "Ich ersuche, mich freizulassen!" Er sei schon ein Mal "zu Unrecht hier fest gehalten worden". Er habe kein Interesse, Österreich zu verlassen: "Ich war immer ordentlich."
Das Gericht begründete die Verhängung der U-Haft mit Fluchtgefahr: "Beide würden bei der ausgemessenen Strafe aus dem Bundesgebiet flüchten und sich ins Ausland absetzen."
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