Markanter Konjunktureinbruch in der Schweiz
- Nur Nahrungsmittelindustrie auf Expansionskurs

Die Schweizer Industrie hat im dritten Quartal 2002 einen herben Rückschlag erlitten. Bis auf die Nahrungsmittelindustrie, die sich auf Expansionskurs befand, verzeichneten besonders die Uhren-, Maschinen-, Kunststoff- und Metallindustrie markante Einbrüche, wie aus einem am Montag veröffentlichten Konjunkturbericht der Schweizer Großbank UBS hervor geht.
Auch der Holz- und Möbelindustrie geht es weiterhin schlecht. Die UBS macht dafür die schwache Binnennachfrage und ausgebliebene Außenhandelsimpulse verantwortlich.
Bei der UBS-Quartalsumfrage bei rund 300 Industriefirmen wird der Wirtschaftsgang als allgemein schleppend bezeichnet. Nur 20 Prozent der Unternehmen verbuchten höhere Erträge, 46 Prozent verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Mit Ausnahme der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist bis Dezember in sämtlichen Wirtschaftszweigen in jedem dritten Unternehmen ein Stellenabbau geplant.
Immerhin rechnen die Unternehmen laut UBS im vierten Quartal mit einer Besserung. Der Rückgang beim Auftragseingang dürfte sich verlangsamen. Die Anpassungen bei den Personalbeständen seien hingegen noch nicht abgeschlossen.
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