Seaman als Sündenbock: "Jagt ihn zum Teufel"
- Auch Ex-Teamkeeper Shilton stimmt in Kritik ein
Englands Presse hat mit heftigen Attacken Torhüter David Seaman zum Sündenbock für das 2:2 von Englands Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch im EM-Qualifikationsspiel gegen Mazedonien gemacht. "Jagt ihn zum Teufel", fordert die Zeitung "Sun" am Freitag sinngemäß. Der "Daily Mirror" veröffentlicht einen fiktiven Anzeigentext unter dem Foto von Seamans Handschuhen: "Zu verkaufen, Tormann-Handschuhe, ein Paar, kaum benutzt. Grund für den Verkauf: Unmittelbar bevorstehender Rücktritt."
Mit Peter Shilton stimmt auch einer der Vorgänger von Seaman als Teamtorhüter in die Kritik ein. "Seaman ist über das Haltbarkeitsdatum hinaus." Die BBC machte sich am Freitag in ihren Frühnachrichten zu einem Verteidiger des 39-Jährigen. "Typisch für die englischen Zeitungen - wenn jemand schon am Boden ist, treten sie auf ihn ein."
Verteidigt wird der Torwart-Senior auch von Arsene Wenger, dem Trainer des Seaman-Vereins Arsenal. "Viele Torhüter haben bereits ein Tor durch einen direkt verwandelten Eckball kassiert. Es ist unmöglich, alles abzudecken." Mazedonien hatte das Führungstor per Eckball erzielt, Mitschuld wird Seaman auch am zweiten Treffer, einem Schuss von der Strafraumgrenze, gegeben.
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