Kartnig will sich in Trainerfrage nicht drängen lassen
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Der Sonntag hatte für SW Bregenz am Tabellende der Bundesliga begonnen, aber durch den 3:0-Sieg gegen Sturm Graz rückten die Vorarlberger auf Platz sieben vor. Während das Heimdebüt von Regi Van Acker mit einem Sieg endete, gab es für Sturm die erste Meisterschaftsniederlage unter Osim-Nachfolger Franco Foda. Zudem verpassten die weiter drittplazierten Steirer die Chance, den Rückstand auf Spitzenreiter Austria zu verkürzen. Sturm-Präsident Hannes Kartnig will in der Trainerfrage trotzdem "nicht hudeln".
Gegen Angstgegner Sturm (sieben der vorangegangenen acht Partien wurden verloren) hatte Bregenz zunächst einige Schwierigkeiten. "Da war bei den Spielern der letzte Platz in der Tabelle im Hinterkopf, zudem hatten wir zu viel Respekt", meinte der neue Trainer zum "Kaltstart" seiner Truppe. "Aber dann haben wir begonnen Fußball zu spielen, haben Freude gehabt und waren zweite Halbzeit die bessere Mannschaft." Die Treffer von Laszlo Klausz (55.) und Axel Lawaree (80./84.) fixierten dann auch den verdienten Erfolg der Gastgeber, der eigentlich nur noch einmal gefährdet war.
"Rote Laterne" an Admira übergeben
Aber Arnold Wetl ließ beim Spielstand von 0:1 die Elfmeter-Chance aus und traf nur die Querlatte, während Lawaree es im Gegenzug besser machte. "Wir sind aufgetreten wie eine Mannschaft, es war eine sehr gute Leistung und dafür wurden wir belohnt. Dieser Sieg ist sehr wichtig für uns", freute sich der Bregenz-Kapitän und zweifache Torschütze. Damit gibt es in dieser Saison auch eine Premiere, denn neuer Träger der "Roten Laterne" ist nach 14 Runden erstmals Admira Wacker Mödling. In der vergangenen Spielzeit war das ja Alltag.
Trainerfrage bei Sturm weiterhin offen
Wenig zu lachen hatte auch Sturm, denn eine starke Anfangsviertelstunde war zu wenig. "Wir haben danach den Ball zu lange gehalten, uns zu wenig bewegt. Es gab fast keine Anspielstationen, dadurch haben wir auch keine Chancen herausgespielt. Erst nach den Wechseln lief es wieder besser, aber mit dem vergebenen Elfmeter war es gelaufen", gestand Franco Foda. Der Langzeit-Interims-Coach glaubt nicht, dass mit der ersten Meisterschaftsniederlage nach drei Siegen in Serie seine Chancen als Chef-Trainer gesunken sind: "Meine Situation hat nichts mit der Niederlage zu tun. Würde es auf die Ergebnisse ankommen, dann wäre ich schon längst Trainer."
Sturm-Präsident Hannes Kartnig wollte sich in der Betreuer-Frage nicht in die Karten blicken lassen: "Ich lasse mich nicht drängen. Wir haben einige sehr gute Leute zur Auswahl, da wird keine übereilte Entscheidung getroffen. Es haben auch Gespräche mit Franco Foda stattgefunden, zur Zeit gibt es keinen Grund zur Hektik. Manche Leute sprechen sonst wieder von einem Alleingang von mir, wir werden nicht hudeln."
SW Bregenz - Sturm Graz 3:0 (0:0)
Casino-Stadion, 5.000, Daxauer.
Torfolge:
1:0 (55.) Klausz
2:0 (80.) Lawaree
3:0 (84.) Lawaree
Bregenz: Tolja - Pircher - Ikanovic, Geiger - Eller, Pedersen, E. Kulovits, Hlinka (85. E. Akwuegbu), Mattle (82. Konrad) - Klausz (87. Mehlem), Lawaree
Sturm: Hoffmann - Golemac - Strafner, Bosnar (69. Heldt) - Dag (61. Pregelj), G. Korsos, Brzeczek, Wetl, Neukirchner - Szabics, Mujiri (63. Amoah)
Gelbe Karten: Hlinka, Klausz, Geiger, Tolja bzw. Strafner, Dag, Bosnar
Die Besten: Pedersen, Hlinka, E. Kulovits bzw. Neukirchner
