Kirch-Sportrechte: Verkauf an Netzer-Gruppe perfekt
- Übertragungsrechte für WM 2006 und Deutsche Bundesliga
- Mehrheit bei Ex-Adidas-Chef Louis-Dreyfus und Jacobs AG

Der im Oktober angekündigte Verkauf des Sportrechtegeschäfts von KirchMedia an Investoren um den Kirch-Sportmanager Günter Netzer (Bild) ist nach mehrwöchiger Verzögerung nun unter Dach und Fach. Der Vertrag sei bereits am Donnerstag notariell in Basel beurkundet worden, teilte KirchMedia am Freitag in München mit.
Damit verfügt das Management um den einstigen deutschen Teamfußballer Netzer nun unter anderem über die Übertragungsrechte der Fußballweltmeisterschaft 2006 sowie der deutschen Fußballbundesliga. Finanziell unterstützt werde die Geschäftsführung von dem einstigen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus und der Jacobs AG, die zusammen auch die Mehrheit der Gesellschaftsanteile hielten.
Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Zuletzt war von KirchMedia ein Betrag in dreistelliger Millionen-Höhe genannt worden. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.
Der KirchMedia-Geschäftsführung zufolge hatte sich der endgültige Vertragsabschluss aus steuerlich-formalen Gründen verzögert. Zu Nachverhandlungen sei es aber nicht gekommen, hatte es geheißen. Um die Sportrechte hatte sich auch Konzern-Gründer Leo Kirch zusammen mit einer Schweizer Beteiligungsgesellschaft beworben, dabei war er allerdings leer ausgegangen. Für das Kerngeschäft der insolventen KirchMedia hatte die Geschäftsführung am Mittwoch exklusive Verhandlungen mit einem Konsortium um den Hamburger Bauer-Verlag und die HypoVereinsbank angekündigt.
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