68% der Schotten wollen EURO 2008 nicht
- Plus: Der Fahrplan zur Vergabe der EURO 2008 & die Umfrage!
·EURO 2008
Schett & Jukic als Botschafterinnen
Nachdem erst vergangene Woche die Iren ihre Kandidatur als Witz abgetan hatten und glauben, die Grüne Insel würde kaum zwei EM-Stadion auf die Beine stellen können, kam jetzt auch vom Partner ein Rückschlag in Sachen gemeinsame Bewerbung um die Fußball-EM-Endrunde 2008. 68 Prozent der Schotten sprachen sich nämlich in einer Meinungsumfrage dagegen aus, umgerechnet 108,4 Mio. Euro für die Euro aufzuwenden.
Und dies - wie die Schweizer Zeitung "Blick" (Montag-Ausgabe) berichtete - nicht etwa aus traditionellem Geiz, sondern weil die Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht ist, man solle das Geld lieber in die Fußball-Nachwuchsarbeit investieren. Sogar 62 Prozent der aktiven Fußballer waren dieser Meinung.
Das Resultat dieser im Auftrag der BBC durchgeführten repräsentativen Umfrage dürfte den Ministern, die einen positiven Einfluss des drittgrößten Sport-Ereignisses der Welt auf die eigene Wirtschaft prophezeit hatten, starke Kopfschmerzen bereiten. Denn die UEFA betonte immer wieder, die Unterstützung der eigenen Bevölkerung sei ein wesentlicher Faktor in der Beurteilung einer Bewerbung.
Schottland und Irland treten gemeinsam als Kandidat für die Ausrichtung der EM-Endrunde 2004 an. Das Turnier, um dessen Organisation sich insgesamt sieben Bewerber, darunter auch Österreich mit der Schweiz, bemühen, wird am 12. Dezember in Nyon durch die UEFA-Exekutive vergeben.
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