Schubas Vision ist "Spitzenplatz bei Olympia 2010"
- Neue Verbands-Chefin macht sich auf Talentesuche
- Holdhaus erarbeitet Trainingskonzept

Mit Trixi Schuba, der neuen Präsidentin des Österreichischen Eiskunstlauf- und Eislaufverbandes, soll diese attraktive Olympiasportart auch hier zu Lande wieder zu neuen Höhen finden. Die Olympiasiegerin von 1972 in Sapporo nennt einen Spitzenplatz eines rot-weiß-roten Sportlers bei den Winterspielen 2010 als langfristiges Ziel. Um diese Vision, wie sie es nennt, auch verwirklichen zu können, müsse nicht nur die triste finanzielle Situation verbessert, sondern auch ein umfangreiches Trainingsprogramm gestartet werden. Erstellen soll dieses Hans Holdhaus, der Leiter des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung.
"Wenn man bedenkt, dass schon 16-Jährige um den Olympiasieg laufen, dann müssen wir jetzt mit den Achtjährigen beginnen. Ich werde mich demnächst auf Talentesuche begeben. Und ich bin sicher, dass ich fündig werde", erklärte die 51-Jährige, in ihrer aktiven Zeit auch zweifache Welt- und Europameisterin, am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Wien. Mit Prof. Holdhaus habe sie schon Vorgespräche geführt. "Er hat sich bereit erklärt, ein Konzept zu erarbeiten. Wir wollen die Sportler energetisch, läuferisch und rhetorisch nach oben bringen. Ganz wichtig ist auch die mentale Schulung, die Stärkung des Willens, an die Spitze zu kommen."
Potenzial erkennen
Realisierbar sei das Programm aber nur mit einem Trainerteam, das alle Bereiche - Technik/Lauf, Choreografie, Kondition, Physiotherapie, mentales Training - abdeckt. "Wir müssen die Trainer dazu bewegen, zusammenzuarbeiten. Sie sollen das Potenzial erkennen, es höchst möglich fördern und umsetzen", gibt Schuba vor. Mit diversen Aktionen, die erst näher definiert werden, soll den Kindern der in Österreich ins Abseits geratene Sport ans Herz gelegt werden. Nach Meinung des früheren Eistänzers Christoff Beck, der Schuba als Ratgeber zur Seite steht, braucht der Eiskunstlauf den Vergleich mit Trendsportarten nicht zu scheuen: "Wir müssen bewusst machen, dass es sich hier auch um eine Funsportart handelt."
Schuba ist optimistisch
Während der Nachwuchs also erst mobilisiert werden muss, läuft Österreichs Spitze - Julia Lautowa, Jubilee-Jenna Mandl, Anna Gabriel, Anni Luftensteiner und Clemens Jonas - diese Woche beim Karl-Schäfer-Memorial in Wien. Aussichtsreichste ÖEKV-Teilnehmerin ist wie in den vergangenen und wohl auch noch in den kommenden Jahren Lautowa: "Sie hat im Training einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht", erzählt Schuba, die mit Optimismus in die Zukunft blickt: "Ich bin ein sehr positiv denkender Mensch. Ich habe die Herausforderung des Präsidentenamts sehr gerne angenommen und bin überzeugt: wir werden was weiterbringen."
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