Anschlag auf Hochzeitsfeier in Afghanistan
- Tote und Verletzte sind zu beklagen
- Unbekannte warfen Handgranaten
Bei einem Anschlag Unbekannter mit Handgranaten auf eine Hochzeitsgesellschaft in Afghanistan sind nach örtlichen Fernseh-Berichten mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das Kabuler Fernsehen berichtete am Samstag, die Unbekannten hätten am Freitagabend zugeschlagen, als sich zahlreiche Gäste in der Ortschaft Murgh Geran im Distrikt Paghman zu einer Hochzeitsfeier zusammen gefunden hatten.
Unter den Toten sei der Sänger der Kapelle, die bei der Feier aufgespielt habe. Zwei weitere Mitglieder der Kapelle seien verletzt worden. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich deren Angaben zufolge schon einen Tag früher zugetragen hat. Bei dem Überfall seien zwischen 30 und 40 Menschen verletzt worden, hieß es in den Berichten.
Unter der radikal-islamischen Taliban-Regierung waren Musikdarbietungen bei Feiern verboten. Am Mittwoch hatte eine Zeitung berichtet, Polizeibeamte hätten in einem anderen Bezirk Musikanten zusammengeschlagen und damit gedroht, Bomben auf deren Büro zu werfen, sollten sie weiter gegen ein örtliches Musikverbot verstoßen.
Der Bezirk wird dem Bericht zufolge von Mitgliedern der Nordallianz regiert, der wichtigsten Kraft in der Regierung unter Präsident Hamid Karsai. Vor kurzem war bereits von radikalen Kräften in der Allianz ein Auftrittsverbot für Sängerinnen im staatlichen Fernsehen von Afghanistan beschlossen worden. Die alten Taliban-Musikverbote waren hingegen unter der neuen Führung gelockert worden.
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