Erneut Bombe auf Philippinen explodiert
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Nur wenige Stunden nach den Bombenanschlägen mit mindestens sechs Toten und 150 Verletzten im Süden der Philippinen ist in der Hauptstadt Manila eine Bombe explodiert. Der Sprengsatz detonierte am Freitag im Finanzbezirk Makati im Süden der Metropole in einem Lieferwagen, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Nur wenige Minuten später wurde in dem Stadtviertel nahe einem Wohngebäude eine Granate mit gezogenem Bolzen entdeckt, die nicht gezündet hatte. Sie wurde von Sprengstoffexperten geborgen. Zunächst war unklar, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Sprengsätzen bestand.
Der Bürgermeister von Makati, Jejomar Binay, sagte gegenüber einem Lokalsender, es habe sich nicht um einen Terroranschlag sondern wahrscheinlich um einen Konflikt zwischen Kleinkriminellen oder den Akt eines Betrunkenen gehandelt: "Das war kein Terrorakt."
Am Donnerstag waren in der südlichen Stadt Zamboanga kurz nacheinander zwei Bombenanschläge verübt worden, für die die philippinische Armee die islamistische Rebellen-Gruppe Abu Sayyaf verantwortlich machte.
Die Stadt Zamboanga ist überwiegend von Christen bewohnt. In einem der Supermärkte wurde den Angaben zufolge eine weitere Bombe gefunden, die außerhalb des Gebäudes zur Explosion gebracht werden konnte. Aus Furcht vor weiteren Anschlägen schlossen zahlreiche Geschäfte in der südphilippinischen Stadt.
Nach Angaben der Polizei wurden inzwischen zwei Männer unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Einer der beiden sei von Augenzeugen als Bombenleger identifiziert worden. Mindestens zwei weitere Verdächtige seien noch auf der Flucht.
Bereits vor mehr als zwei Wochen war in der Stadt eine selbst gefertigte Bombe in der Nähe einer Karaoke-Bar detoniert. Dabei waren ein US-Soldat und zwei philippinische Zivilisten getötet worden. Diese Explosion hatte die Polizei der moslemischen Untergrundorganisation Abu Sayyaf zugeschrieben. Die Gruppe wird von den USA mit der El-Kaida-Organisation des Moslemextremisten Osama bin Laden in Verbindung gebracht wird.
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