Mittwoch, 16. Oktober 2002

Kettenexplosionen in russischem Marinearsenal

  • Sicherheitshalber Busse zur Evakuierung bereit

Ein Brand in einem Marinearsenal der russischen Pazifikflotte in Wladiwostok hat am Mittwoch zahlreiche unkontrollierte Explosionen von Munitionsvorräten verursacht. Das Unglück nahm nach Angaben der Flotte seinen Lauf, als Pioniere 3.500 alte 30-Millimeter-Geschosse durch Sprengung vernichten wollten.

Dadurch geriet ein offenes Depot in Brand, dessen Munitionsvorräte ebenfalls zu detonieren begannen, meldete die Agentur Interfax.

Während das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, das Feuer sei unter Kontrolle, hieß es in Wladiwostok, die Explosionen dauerten an. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. In einem anderthalb Kilometer von dem Arsenal gelegenen Dorf wurden jedoch 40 Busse zur Evakuierung bereitgestellt. Im Mai 1992 hatte ein Brand in einem Munitionsdepot der Pazifikflotte eine tagelange Kettenreaktion von Munitionsexplosionen ausgelöst.

16.10.2002 09:44