Erste Österreicher in Wien gelandet
- Indonesische Insel ist kein Massenreiseziel der Österreicher
Die erste planmäßige Maschine der Austrian Airlines nach den Anschlägen auf Bali ist heute, Dienstag, kurz vor 6.00 Uhr in Wien-Schwechat gelandet. An Bord der Boeing 767 waren 179 Urlauber, die zum Teil aus nächster Nähe Zeugen der Explosionen waren. Bei einem der größten Bali-Reiseveranstalter, Tai Pan Touristik, haben vorerst nur 15 Urlauber umgebucht. "Viele warten noch ab", wie Günter Krause gegenüber der APA erklärte.
Einmal in der Woche fliegt die Lauda Air im Auftrag der AUA Bali und Bangkok an, so Johann Jurceka, Sprecher des Unternehmens. Die Maschine hob gestern, Montag, pünktlich um 19.10 Uhr Ortszeit in Denpasar ab und landete in Schwechat nach rund 17 Stunden Reisezeit sogar rund 15 Minuten früher als geplant. Der Flieger war voll, "das ist aber ganz normal", so Jurceka. Einen Run auf Plätze oder Umbuchungen habe es jedenfalls nicht gegeben.
Gegenüber dem ORF-Morgenjournal berichtete ein Bali-Heimkehrer von seinen Erlebnissen. Rund 150 Meter von einem Explosionsherd entfernt sei er mit seiner Frau und Freunden gesessen. Nach dem Knall hätten sie sich auf den Boden geworfen, Schutt sei auf sie gerieselt. Ein anderer Reisender kritisierte, dass auch nach den Anschlägen kaum Polizei zu sehen gewesen war. Die Sicherheitskräfte seien "total unvorbereitet" gewesen.
Rund 328 Buchungen für Bali-Reisen hat Tai Pan Touristik bis zum Jahresende registriert. "Es ist kein Massenziel, außerdem ist die Hochsaison vorbei, die regenreiche Zeit beginnt", so Günter Krause. Im Schnitt höchstens 6.000 Österreicher waren jedes Jahr nach Bali geflogen, "kein Vergleich zu den etwa 65.000 Urlaubern, die jedes Jahr nach Thailand fliegen".
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