EU testet Post-Zustellung mit 80.000 Minisendern
- Drei Jahre dauerndes Projekt soll Schwachstellen aufdecken
Mit 80.000 in Briefen versteckten Minisendern will ein EU-Projekt die Postfüchse in den Mitgliedsländern testen. Den Zuschlag für die am Dienstag gestartete, drei Jahre dauernde Studie über Post-Zustellzeiten erhielt nach einer EU-weiten Ausschreibung das Wiener Institut Info Research. Die Überprüfung soll als Vorbereitung für 2009 dienen. Da sollen in der EU die nationalen Zustellmonopole fallen.
Pro Jahr sollen 30.000 Briefsendungen in fünf verschiedenen Gewichtsklassen durch Österreich geschickt werden. 150 Personen und Firmen wurden laut der Tageszeitung "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) für dieses Projekt als Briefabsender und Empfänger engagiert. Für die Post selbst sind die Sendungen nicht zu identifizieren.
"Es werden alle Eventualitäten abgedeckt. Die Testbriefe gehen entweder frankiert, mittels Postamt-Barzahlung oder mit Poststempel in den Transport", spricht Projektleiter Stefan Vospernik von lückenloser Überprüfung.
In den kommenden drei Jahren werden Montag bis Freitag Testsendungen auf 81 Routen durch das Land verschickt. In 80 Prozent dieser Testbriefe ist der elf Gramm leichte Sender versteckt. Er registriert die Sortiermaschinen, aber auch die Liegezeit der Sendung. Die Daten werden schließlich in Brüssel gesammelt und bei der zentralen EU-Postbehörde ausgeweitet.
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