Dienstag, 15. Oktober 2002

Angeblich Pensionserhöhung um zwei Prozent

  • 0,5 Prozent Anpassungsfaktor plus 1,5 Prozent Einmalzahlung
  • Interner Entwurf des Sozialministeriums

Die Pensionen dürften im nächsten Jahr durchschnittlich um zwei Prozent erhöht werden. Die zwei Prozent setzen sich aus einer generellen Erhöhung des Anpassungsfaktors von 0,5 Prozent und aus sozial gestaffelten Einmalzahlungen in der Höhe von durchschnittlich 1,5 Prozent zusammen.

Als Basis für die nächstjährige Pensionsanpassung dienen dann aber nur die 0,5 Prozent, die Einmalzahlungen werden hier nicht eingerechnet. Dieser Rechenentwurf des Ministeriums wird - sofern keine Rechenfehler gefunden werden - am 25. Oktober von der Pensionsreformkommission bestätigt werden, hieß es aus dem Sozialministerium.

Sozialminister Herbert Haupt (F) wollte dazu vorerst keine Stellungnahme abgeben. Über seinen Pressesprecher ließ er ausrichten, dass es sich nur um ein Rohkonzept handle, das erst an die Mitglieder der Pensionsreformkommission übermittelt werde und nur durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit geraten sei. Die Kommission werde erst am 25. Oktober eine endgültige Entscheidung treffen. Er, Haupt, sei erst danach bereit, mit konkreten Zahlen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Unklar scheint nun nur mehr, wie hoch die Einmalzahlungen für die unterschiedlichen Einkommensschichten ausfallen werden. Die eineinhalb Prozent Erhöhungen an Einmalzahlungen sind nämlich ein Durchschnittswert. Kleine Pensionsbezieher dürften verhältnismäßig höhere Einmalzahlungen bekommen als die Bezieher größerer Pensionen.

15.10.2002 12:54