Bank von Japan kauft Aktien im Wert von zwei Bill. Yen
- Zentralbank will angeschlagene Geschäftsbanken entlasten

Die Bank von Japan wird von angeschlagenen Geschäftsbanken Aktienbestände für zwei Bill. Yen (16,4 Mrd. Euro) übernehmen. Wie die Zentralbank am Freitag in Tokio mitteilte, wird sie bis September 2003 Beteiligungen in diesem Wert von in Bedrängnis geratenen Instituten zu Marktpreisen aufkaufen.
Die Anteile würden dann von der Notenbank bis Ende September 2007 gehalten. Hintergrund sind Befürchtungen, dass weitere Kursverluste bei den Aktienbeständen der japanischen Geschäftsbanken weitere Pleiten in der unter Druck stehenden Kreditwirtschaft zur Folge haben könnten.
Die Bank von Japan hatte die umstrittene Rettungsaktion bereits im vergangenen Monat angekündigt, aber noch keine Höhe für ihr Engagement genannt. Der nun genannte Betrag wurde von Experten aber als unzureichend bezeichnet, um den in Bedrängnis befindlichen Instituten tatsächlich Erleichterung zu bringen. Nach Schätzung des japanischen Daiwa Instituts haben japanische Banken in der Ende September ausgelaufenen ersten Hälfte des Finanzjahres bei ihren Aktienportfolios Verluste in Höhe von 3,5 Bill. Yen erlitten.
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