Erstes Mautportal auf Österreichs Straßen fertiggestellt
- Mautverordnung noch ausständig

Österreich hat mit dem Bau des vollelektronischen Lkw-Mautsystems begonnen. Vor wenigen Tagen hat der Mautbetreiber Europpass, Tochter der italienischen Autostrade, auf der Südautobahn bei Wiener Neustadt das erste Mautportal errichtet. In den nächsten Monaten wird der Technologielieferant, der Wiener Elektronikkonzern Kapsch, für insgesamt 200 Mill. Euro 500 weitere solcher Balken errichten. In rund einem Jahr, spätestens aber am 1.1.2004, will Europpass das System in Betrieb nehmen, so Geschäftsführer Peter Newole.
Bau desDie Autobahngesellschaft Asfinag hofft durch die Lkw-Maut auf jährliche Einnahmen von 600 Mill. Euro. 14 bis 15 Prozent davon kassiert Europpass, mit dem Rest sollen die Autobahnen und Schnellstraßen weiter ausgebaut werden und der Schuldenberg der Asfinag - aktuell 8,1 Mrd. Euro - über die nächsten 40 Jahre abgebaut werden.
Grundlage der Berechnungen ist eine durchschnittliche Lkw-Maut von 22 Cent je Kilometer. Ob die Asfinag diese Maut auch wirklich verrechnen darf, ist allerdings noch offen. Verkehrsminister Mathias Reichhold (F) hat eine entsprechende Mautverordnung zwar bereits unterschrieben, aber noch nicht veröffentlichen lassen, kritisierte Asfinag-Chef Walter Hecke, der am Donnerstag eine "baldige Beendigung dieser Unsicherheit" verlangte.
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