Donnerstag, 10. Oktober 2002

Explosion in Tschetschenien: Mindestens 10 Tote

  • Polizeistation eingestürzt - Anschlag oder Gasexplosion?

Bei der Explosion einer Polizeistation in der russischen Teilrepublik Tschetschenien sind am Donnerstag etwa zehn Menschen unter den Trümmern begraben worden. Die Behörden gingen von einem Terroranschlag auf das mehrstöckige Gebäude in der Hauptstadt Grosny aus.

In der nach Unabhängigkeit strebenden Kaukasus-Republik kämpft die russische Armee seit Jahren gegen tschetschenische Rebellenverbände.

Mindestens zehn Tote
Mindestens zehn Menschen verloren bei der Explosion ihr Leben. Das teilte der Moskau-treue Regierungschef Stanislaw Iljassow nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden zündeten Unbekannte einen Sprengsatz in dem mehrstöckigen Gebäude in der Hauptstadt Grosny. Auch eine Gasexplosion wurde zunächst nicht völlig ausgeschlossen.

Etwa zwölf Menschen seien mit teils schwersten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilten Rettungskräfte vor Ort mit. Nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters von Grosny, Supjan Machtschajew, fand in der Polizeistation eine Dienstbesprechung statt, als sich die Explosion ereignete. Bis zu 40 Menschen sollen sich in dem eingestürzten Gebäude aufgehalten haben.

Fast jede Woche werden in Grosny Sprengstoff-Anschläge auf Gebäude oder Truppentransporter der russischen Armee- und Polizei-Einheiten verübt. Mitte September waren bei einem schweren Bombenanschlag auf einen Autobus in Grosny sechs Menschen getötet worden. In der nach Unabhängigkeit strebenden Kaukasus-Republik kämpft die russische Armee seit Jahren gegen tschetschenische Rebellenverbände.

10.10.2002 21:09