KV-Löhne für Metaller um 2,2 Prozent erhöht
- Zusätzlich wurde Einmalzahlung von 110 Euro vereinbart
- Auch Handel erzielt Abschluss: 2,1 Prozent (Kasten rechts)
In einer Marathonsitzung haben sich die Sozialpartner am Freitagabend auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 210.000 Metallarbeiter und Industrieangestellte geeinigt. Die Ist-Löhne werden per 1. November 2002 um 2,2 Prozent angehoben, die Mindestlöhne werden um 2,3 Prozent erhöht.
Zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von 110 Euro (fällig ab 1. März bis spätestens 31. März). Vereinbart wurde auch eine Verteiloption. Dabei dürfen die Löhne um nur 1,9 Prozent angehoben werden, wenn zusätzlich 0,6 Prozent für individuelle Lohnerhöhungen verwendet werden. Die Metallerlöhne sind traditionell richtungsweisend alle weiteren KV-Runden.
Damit haben Metaller-Chef Rudolf Nürnberger und Angestellten-Verhandler Karl Proyer mit Arbeitgeber-Vertreter Hermann Haslauer ein nahezu identes Ergebnis ausgehandelt wie in der Elektro- und Elektronikindustrie, wo die Ist-Löhne ebenfalls um 2,2 Prozent und die KV-Löhne um 2,3 Prozent plus einer Einmalzahlung von allerdings nur 85 Euro angehoben wurden.
Im Vorjahr hatten sich die Sozialpartner für die Metallarbeiter und Industrieangestellten auf eine Ist-Lohnerhöhung um 2,9 Prozent oder um mindestens 43,6 Euro geeinigt. Die Mindestlöhne waren um 3 Prozent angehoben worden.

