Kovats bekommt Zuschlag für Austrian Energy
- Energietechnik-Firma hatte am 15. Juli Konkurs angemeldet
- "Weiterbestand in Graz und Wien gewährleistet"
Der Industrielle Mirko Kovats hat den Zuschlag für die in Konkurs geschlitterte Austrian Energy Energietechnik GmbH (AE) erhalten. Wie Masseverwalter Guido Held Mittwochnachmittag in Anschluss an die Gläubigerausschuss-Sitzung der APA mitteilte, wird Kovats "das gesamte Programm weiterführen". Eine Übernahme des Großteils der Beschäftigten wurde zugesichert.
"Damit ist der Weiterbestand in Graz und Wien gewährleistet", sagte Held weiters. Kovats verfüge über eine "starke Eigenkapitalisierung", die Voraussetzung für den Fortbestand von AE sei. Kovats hatte eines der drei chancenreichsten Offerte gelegt. Neben Kovats hatten auch die Value Management Services GmbH (VMS) von Erhard Grossnigg gemeinsam mit dem Grazer Anlagenbauer GAW sowie die US-Investmentfirma One Equity Partners um AE geboten.
Die österreichische Babcock-Tochter hatte am 15. Juli beim Landesgericht Graz Konkurs angemeldet. Die Insolvenz war Folge der Pleite der deutschen Mutter Babcock. Auch die zweite Grazer Babcock-Tochter NEM-Energietechnik GmbH hat mittlerweile Konkurs angemeldet.
Die AE beschäftigt insgesamt 900 Mitarbeiter, davon rund 250 im Tochterwerk Kroatien. Die Passiva betrugen laut der letzten Bilanzen 165 Mill. Euro.
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