Italiener wünschen sich 1- und 2-Euro-Scheine
- Rückgang der Inflation erhofft
Viele Italiener sind begeistert von einem Vorschlag des italienischen Wirtschaftsministers Giulio Tremonti, statt Euro-Münzen lieber 1- und 2-Euro-Scheine einzuführen. Von einer derartigen Umstellung verspricht sich die Regierung in Rom einen Rückgang der Inflation. Der Verband italienischer Geldscheinsammler habe auf seiner Webseite "www.banconote.it" sogar zum Entwurf des neuen Euro-Papiergelds aufgerufen, berichtete die italienische Zeitung "Il Messaggero".
"Wir möchten, dass der Vorschlag zur grafischen Umsetzung, der der Europäischen Zentralbank vorgelegt werden soll, aus Italien stammt, weil wir im 20. Jahrhundert einige der schönsten Banknoten der Welt hatten", sagen die Experten.
Italiener sind Münzen nicht gewöhnt
"Banknoten misst man mehr Wert bei als Münzen", hatte Tremonti vor wenigen Tagen erklärt. Die Preise auf der Appenin-Halbinsel stiegen vor allem deshalb immer mehr, weil die Italiener traditionell nicht an Münz-Geld gewöhnt seien. Sie hielten dies für weniger wertvoll als Scheine und gäben es schneller und unbewusster aus, sagte der Minister. Vor der Euro-Einführung gab es in Italien die äußerst beliebten 1000-Lire-Scheine, die etwa dem heutigen Wert von 50 Cent entsprachen.
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