RHI mit deutlich mehr Betriebsgewinn im Halbjahr
- Umsatz allerdings rückläufig
- Prognose für Gesamtjahr 2002 bestätigt
Der auf Sanierungskurs befindliche börsennotierte Feuerfest- und Baustoffkonzern RHI hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient, beim Umsatz aber kräftige Einbußen hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen heute ad hoc mitteilte, stieg das Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 40,6 Mio. Euro, während der Umsatz im selben Zeitraum um 30 Prozent auf 670,1 Mio. Euro zurückging. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug im ersten Halbjahr 25,9 Mio. Euro, der Periodenüberschuss 18,8 Mio. Euro, Vergleichszahlen wurden hier nicht genannt.
Mit dem Ergebnis liegt die RHI deutlich über den Erwartungen, mit dem Umsatz hingegen darunter. Befragte Analysten hatten zuvor im Durchschnitt mit einem EBIT von 34,8 Mio. Euro und einem Umsatz von 677,65 Mio. Euro gerechnet.
Trennung von Feuerfestaktivitäten in den USA
Die RHI begründet den kräftigen Umsatzrückgang mit der Trennung von den Feuerfestaktivitäten in den USA. Im Vorjahr habe der Feuerfest-Umsatz einschließlich der US-Aktivitäten noch 783,0 Mio. Euro betragen, der zur neuen Struktur vergleichbare Vorjahreswert hingegen hätte nur bei 500,0 Mio. Euro gelegen, so die RHI.
Businessplan wird eingehalten
Für das Gesamtjahr 2002 geht die RHI davon aus, ihre Pläne zu erfüllen. Der im Zuge der Restrukturierung erstellte Businessplan werde der Konzern einhalten können, betonte ein Sprecher heute Morgen. Nach früheren Angaben erwartet die RHI für 2002 einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro und ein EBIT von 71 Mio. Euro.
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