Montag, 26. August 2002

GAK holte sich in Moskau bei 3:3 viel Selbstvertrauen

  • Keglevits trotz Aus in CL-Quali: "Österreich super vertreten"
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Mit den selben Ergebnissen wie Sturm (0:2,3:3) vergab auch der GAK die Chance auf den Einzug in die Fußball-Champions-League. Doch während beim Grazer Stadtrivalen Katerstimmung herrschte, gab es im Lager der Athletiker beim Heimflug aus Moskau so etwas wie Aufbruchstimmung. "Ich bin stolz, dass wir Österreich so super vertreten haben", erklärte Trainer Christian Keglevits. Seine Mannschaft hatte gegen Lok Moskau ein 1:3 noch in ein 3:3 umgewandelt und die Russen in der zweiten Hälfte in Bedrängnis gebracht.

Nach der 0:2-Heimniederlage waren die Athletiker ohne große Hoffnungen nach Moskau gereist, setzten dort aber den Aufwärtstrend fort, der sich mit dem Sieg im Derby gegen Sturm angekündigt hatte. Und hätte Schiedsrichter Wegereef in der 72. Minute nicht den Vorteil beim vermeintlich vierten Treffer durch Brunmayr abgepfiffen, hätte es für die Russen noch eine heiße Schlussviertelstunde werden können. "Die Freude überwiegt bei weitem. Wir hatten nie eine wirkliche Chance, aufzusteigen. Zwei schnelle Gegentore, eines in Graz und eines in Moskau, haben uns so weit zurückgeworfen, dass wir vom Aufstieg nur träumen konnten", sagte Keglevits, der nun hofft, dass der GAK im UEFA-Cup erstmals die dritte Runde erreicht.

"Kegerl" brachte Aufschwung
Mit dem Nachfolger von Thijs Libregts, der vor dem Hinspiel gegen Lok durch den bisherigen Co ersetzt worden war, scheint aber ein Aufschwung einzusetzen. Die Mannschaft wirkt spritziger und ist bereit zu kämpfen. Keglevits: "Ich bin stolz, wie die Mannschaft die Rückstände weggesteckt hat. Aber in der Defensive gibt es noch viel Arbeit."

Die Patzer des Franz Almer
Auch der Torhüter konnte der Abwehr nicht den nötigen Rückhalt geben - eine Parallele zu Sturm. "Beim ersten Tor war ich eine Zehntelsekunde zu spät, beim zweiten habe ich den Ball abspringen lassen. Ich habe das beste gewollt, aber es war nicht mein Tag. Ich bin sehr traurig", erklärte Franz Almer.

Naumoski als Sieger des Abends
Als Sieger des Abends durfte sich dagegen Ilco Naumoski fühlen. Der 19-jährige Mazedonier, der die Doppel-Staatsbürgerschaft anstrebt, aber international für seine Heimat spielen will, gab eine ausgezeichnete Talentprobe ab und steuerte einen Treffer bei. "Ich bin überglücklich, darauf kann ich aufbauen. Jetzt will ich den Trainer überzeugen, dass ich in die Stammformatin gehöre", so Naumoski, der nach drei Jahren beim Rapid-Nachwuchs ausgemustert und nach Klingenbach abgegeben wurde.

26.8.2002 15:11