Mittwoch, 21. August 2002

NEWS-Umfrage: VP & Grüne punkten nach der Flut

  • Neue Flut-Bilanz: Schäden bis zu 7,4 Mrd. € (Kasten rechts)

NEWS bringt die erste politische Umfrage nach dem Jahrhundert-Hochwasser: Nach der Flut punkteten ÖVP und Grüne. Es gab durchwegs gute Noten für das schwarz-blaue Krisenmanagement. Die besten Auftritte hatten demnach Pröll und Riess-Passer.

Der Befragungszeitraum: 19./20.8., 500 Befragte.
Das Ergebnis: Wären am kommenden Sonntag Nationalratswahlen, würde die ÖVP mit 29 Prozent (+2% gegenüber dem Vormonat) rechnen können. Die SPÖ liegt stabil bei 36 Prozent während die FPÖ erstmals seit langem wieder unter die 20-Prozent-Marke rutscht und auf 19 Prozent (-2% gegenüber dem Vormonat) käme. Die Grünen liegen bei 15 Prozent (+2%).

Das schlechte Abschneiden der FPÖ dürfte auf die FPÖ-internen Querelen zurückzuführen sein, denn das Krisenmanagement der schwarz-blauen Koalition bekommt an sich gute Noten. 41 Prozent beurteilen die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen als sehr gut oder gut (35 Prozent als befriedigend), nur 19 Prozent als schlecht.

Bei der Frage, Welcher Politiker im Zuge der Hochwasserkatastrophe besonders positiv aufgefallen sei, schneidet Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll mit 39 Prozent mit Abstand am besten ab. Ebenfalls sehr positiv wahrgenommen: Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (31%) und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (29%). Bundespräsident Thomas Klestil ist 24 Prozent der Österreicher gut aufgefallen, während SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer mit 10 Prozent nicht punkten konnte.

Zustimmung erhält die Regierung auch bei der Verschiebung der Steuerreform. 76 Prozent der Österreicher sind dafür, die Steuerreform zugunsten der Hochwasserhilfe vorerst abzusagen. Die Reduktion der Abfangjäger von 24 auf 18 findet allerdingst keine Zustimmung. 78 Prozent der Österreicher sind dafür, überhaupt keine Abfangjäger anzukaufen.

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21.8.2002 12:38