Postbus-Verkauf an ÖBB demnächst perfekt
- Verhandlungen knapp vor Abschluss
- Einigung über Kaufpreis von 116 Mill. Euro
In den langwierigen Verhandlungen rund um den Postbus ist ein Ende in Sicht. Aktuellen Medienberichten zufolge dürften Anfang September die Aufsichtsräte der ÖBB und der Verstaatlichtenholding ÖIAG den Verkauf des Postbusses an die ÖBB endgültig absegnen. Wie ÖIAG-Sprecherin Viktoria Kickinger gegenüber der APA bestätigte, herrsche Einigkeit über den Kaufpreis von 116 Mill. Euro. Das Geld entspreche in etwa dem, was in den nächsten zwei Jahren nach Abwicklung an Synergieeffekten zu erwarten sei.
"Die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen laufen gut. Mehr sage ich erst, wenn die Tinte unter dem Vertrag steht", sagt ÖBB-Chef Rüdiger laut "Kurier". "Ich wüsste nicht, wer sonst noch im Rennen sein sollte", glaubt auch Postbus-Sprecherin Barbara Tichy an ein baldiges Ende des "für uns mittlerweile fast schon unerträglichen Schwebezustandes."
Berichte, nach denen die deutsche Vivendi-Nahverkehrstochter Connex kürzlich ein besseres Angebot für den gesamten Postbus gelegt haben soll als die ÖBB, seien von ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis und Verkehrsminister Mathias Reichhold unisono dementiert worden, schreibt der "Kurier".
Unklar bleibt freilich, wie es nach dem Postbus-Verkauf weitergeht. Dem Ministerratsbeschluss vom Mai zufolge müssen die ÖBB im Anschluss an den Deal 30 Prozent an Private abgeben. Ob das aus kartellrechtlichen Gründen tatsächlich nötig ist, bewerten Experten unterschiedlich. Busunternehmen wie Dr. Richard, Blaguss und sabtours haben wie berichtet schon Interesse angemeldet. Dem Vernehmen nach soll auch Connex an diesem Drittel-Anteil interessiert sein.
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