Analysten sehen deutliches Ergebnisplus im Halbjahr
- Analysten sehen deutliches Ergebnisplus im Halbjahr
- Nur geringfügiges Umsatzplus erwartet
Die börsenotierte Telekom Austria (TA) wird am kommenden Dienstag ein wesentlich besseres Ergebnis für das erste Halbjahr 2002 präsentieren, zumal auch das Tempo der Marktanteilsverluste im Festnetz-Geschäft im zweiten Quartal 2002 gebremst wurde. Darüber sind sich heimische und ausländische Analysten einig. Mit der Auszahlung einer Dividende rechnet die Mehrheit der Finanzmarktexperten erst im Geschäftsjahr 2003.
Der Durchschnitt der Analystenprognosen für das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei 213,8 Mill. Euro, was einem Anstieg von über 66 Prozent zum Vorjahresvergleichszeitraum entsprechen würde. Die Schätzungen liegen innerhalb der weiten Bandbreite von 171,5 und 236 Mill. Euro.
Eine sehr schmale Spanne der Prognosen zeigt sich hingegen beim Umsatz (1.875 bis 1.907,2 Mill. Euro), der mit durchschnittlich 1.896,8 Mill. Euro nur mit unwesentlichen 0,2 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2001, nämlich 1.893 Mill. Euro, liegt. Beim erwarteten Betriebsergebnis vor Abschreibung und Amortisationen (EBITDA) gaben die von der APA befragten Analysten Zahlen zwischen 755 und 784 Mill. Euro an, woraus sich auf Jahresbasis im Schnitt ein prognostizierter Zuwachs von 9,86 Prozent auf 774,1 Mill. Euro errechnet.
Das Gros der Analysten empfiehlt die Aktien der Telekom Austria weiterhin zum Kauf. Während die Raiffeisen Centrobank (RCB) und Merrill Lynch (ML) die Titel mit "Übergewichten" bzw. "Buy" einstufen und die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) (Kursziel: 11,7 Euro) und die Erste Bank die Anteile mit "Strong Buy" bzw. "Outperform" bewerten, hält nur die WestLB Panmure die Telekom Austria auf "Neutral". Die RCB räumte ein, die Prognosen und die Anlageempfehlung nach der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen zu überarbeiten und eventuell ein Kursziel zu nennen.
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