Inflationsrate im Juli auf 1,6 Prozent gesunken
- Weiterer Teuerungsrückgang in Österreich
- Hauptgründe: Telefonieren und Gesundheitspflege billiger
Die Inflationsrate ist in Österreich auch im Juli weiter gesunken. Im Jahresabstand betrug die Teuerung 1,6 Prozent, nach noch 1,7 Prozent im Juni, 1,9 Prozent im Mai bzw. 1,8 Prozent im April. Inflationsdämpfend wirkten sich im Juli gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat Verbilligungen bei Preisen für das Telefonieren sowie für Gesundheitspflege und medizinische Dienstleistungen aus, wie die Statistik Austria am Montag bekannt gab.
Im Vergleich zum Vormonat Juni 2002 sanken die Preise durchschnittlich um 0,1 Prozent, während sie von Mai auf Juni noch im selben Ausmaß gestiegen waren. Ausschlaggebend für den Rückgang im Juli waren der Ausverkauf bei Bekleidung und Schuhen sowie nach wie vor sinkende Preise bei Gemüse. Dadurch konnten nach Angaben der Statistiker die starken Preissteigerungen bei Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen im ersten Hauptreisemonat Juli kompensiert werden.
Inflationsrate unter erwartetem Durschschnitt
Der Verbraucherpreisindex (VPI; 2000 = 100) betrug im Juli nach Berechnungen der Statistik Austria 104,6, der Indexstand des für die Euro-Zone maßgeblichen österreichischen HVPI (1996 = 100) 108,7 nach 108,8 im Monat davor. Die harmonisierte Inflationsrate für Juli 2002 lag im Jahresabstand mit 1,5 Prozent (Juni ebenfalls 1,5 Prozent, Mai und April je 1,7 Prozent) weiterhin deutlich unter dem erwarteten Durchschnitt für die Währungsunion (Schnellschätzung von Eurostat). Der für Juli erwartete leichte Anstieg in der Vorausschätzung werde somit in Österreich nicht widergespiegelt, so die Statistik Austria.
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