Sixt will Reisen und Gebrauchtwagen anbieten
- Abhängigkeit vom Mietwagengeschäft soll reduziert werden
- Gewinnsteigerung von 15 % soll erreicht werden
Die Sixt AG, Pullach, strebt eine Erweiterung ihres Touristik- und Gebrauchtwagengeschäfts an und wird am Dienstag ein Halbjahresergebnis wie geplant vorlegen. Das bekräftigte CEO Erich Sixt in einem Gespräch mit dem "Wall Street Journal Europe". Er sagte, Sixt wolle die Abhängigkeit vom konkurrenzintensiven Mietwagengeschäft reduzieren.
Anders als Tchibo werde Sixt aber nur Dienstleistungen anbieten, die mit dem Kerngeschäft Auto zu tun haben, sagte er dem "Handelsblatt". Aus früheren Expansionsfehlern habe man jedoch gelernt. "Wir haben unsere Kosten voll im Griff", betonte Sixt.
Gewinnsteigerung von 15 % soll realisiert werden
Nachdem im April die Schätzung für den Jahresumsatz gesenkt worden ist, zeigte sich Sixt zuversichtlich, den Vorjahresumsatz von 2,34 Mrd. Euro sowie eine Steigerung des Gewinns vor Steuern um 15 Prozent auf "knapp unter" 35 Mio. Euro auch realisieren zu können. Insofern würden die Halbjahresergebnisse "keine großen Überraschungen bringen". Er sei gewiss, dass die Prognosen 2002 eingehalten werden, so Sixt.
Zukünftig Flugreisen und Gebrauchtwagen im Angebot
Die Angestellten in den Sixt-Niederlassungen sollen den Berichten zufolge künftig auch Reisen und Gebrauchtwagen vermitteln. Einige Dienstleistungen würden bereits über das Internet offeriert, so Sixt. So seien im vorigen Jahr rund 30.000 Flugreisen im Gesamtwert von rund 80 Mio. Euro verkauft worden. Ausgeweitet werde auch das Pkw-Leasing. Eventuelle Akquisitionen wollte Sixt nicht ausschließen, betonte aber, man sei "extrem vorsichtig". Der europäische Markt für Mietwagen wird auf 8,5 Mrd. Euro geschätzt, davon soll auf Deutschland ein Anteil von rund 2,3 Mrd. Euro entfallen.
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