Bedroht: Nordire Lennon beendet Teamkarriere
- Vor Länderspiel gegen Zypern Morddrohung erhalten
Nach einer Morddrohung hat der 40fache nordirische Fußball-Nationalspieler Neil Lennon am Donnerstag seine Karriere im Nationalteam beendet. Der Mittelfeldspieler von Celtic Glasgow hatte am Mittwoch vor dem Länderspiel Nordirlands gegen Zypern (0:0) eine Drohung erhalten und daraufhin seine Teilnahme an diesem Spiel abgesagt.
Die am Mittwoch bei der BBC eingegangene Morddrohung erfolgte angeblich durch die protestantische Terrorgruppe "Loyalist Volunteer Force" (LVF). Das wurde allerdings vom Präsidenten des nordirischen Fußballverbandes, Jim Boyce, am Donnerstag dementiert. "Es fehlte ein Erkennungswort. Es war die Tat eines Schwachsinnigen, aber angesichts der Situation in Nordirland war es verständlich, dass Lennon sie ernst nahm." Auch die LVF ließ am Donnerstag verlauten, dass sie nicht für die Morddrohung verantwortlich sei.
Für Lennon, der für dieses Spiel die Kapitänsbinde übernehmen sollte, war es nicht das erste Mal, dass er unter der Konfliktsituation in Nordirland zu leiden hatte. Nachdem der gebürtige Katholik vor zwei Jahren vom englischen Verein Leicester City zu Celtic Glasgow gewechselt war, war er während eines Länderspiels von einem Teil der Zuschauer ausgebuht worden.
Extreme Protestanten hatten damals die Worte "Lennon - Ruhe in Frieden" unter einer an einem Galgen hängenden Figur an Hauswände in seiner Heimatstadt Lurgan gesprüht. Die große Mehrheit der Anhänger der nordirischen Nationalmannschaft, die auch katholische Spieler in ihren Reihen hat, sind Protestanten.
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