Donnerstag, 22. August 2002

Rallye: WM-Premiere in Deutschland lockt Massen an

  • Bis zu 300.000 Fans am Wochenende in Trier erwartet

Fast 30 Jahre lang rollte die Rallye-Weltmeisterschaft an Deutschland vorbei. Der 258. WM-Lauf ist nun die lang ersehnte Premiere, der am Wochenende beim Motorsport-Spektakel mit Start und Ziel in Trier zwischen 200.000 und 300.000 Fans beiwohnen werden. Seit 20 Jahren hatten sich die deutschen Rallye-Enthusiasten um eine WM-Veranstaltung bemüht, ehe der Tross zum 10. Saisonlauf in die älteste Stadt Deutschlands kam.

Der Österreicher Achim Mörtl kehrt im Rahmen dieser Premiere ins WM-Geschäft zurück. Der Kärntner griff beim Auftakt am Donnerstag Abend mit seinem "Co" Klaus Wicha als Werksfahrer bei Subaru und damit als Teamkollege des vierfachen Weltmeisters Tommi Mäkinen ins Geschehen ein. Mörtl/Wicha sind als "point scoring driver" nominiert, um für den japanischen Hersteller Punkte in beiden Rennen zu erringen. In zwei Wochen steht dann die zweite Aufgabe San Remo auf dem Programm.

Auch für die Superstars ist Deutschland natürlich Neuland. "Diese Rallye ist eine absolut neue Herausforderung, der wir uns anpassen müssen", meint der zweifache Champion Carlos Sainz (ESP) und bringt die Einzigartigkeit dieser Rallye auf den Punkt: "Solch eine Streckenkombination bin ich noch nie in meinen 15 Weltmeisterschaftsjahren gefahren." Drei Etappen, drei verschiedene Rallyes - das hebt den deutschen von den übrigen 13 WM-Läufen ab.

Zunächst sind es die engen und kurvenreichen Pisten in den Moselweinbergen bei Trier, dann machen die rutschigen Betonplatten auf dem Militärübungsplatz Baumholder die Jagd zu einer Asphalt-Safari. Die superschnellen und breiten Asphaltpisten im nördlichen Saarland sind die Kriterien für die Finaletappe.

22.8.2002 14:13