Mittwoch, 21. August 2002

Sampras sieht sich als Mit-Favorit für US Open

  • Trotzreaktion nach frühem Aus in Long Island

Trotzig reagierte Pete Sampras nach seiner 3:6,7:6,4:6-Niederlage gegen Paul-Henri Mathieu (FRA) am Dienstag in der zweiten Runde auf Long Island. Der 13-fache Grand-Slam-Sieger Sampras zählt sich trotzdem durchaus zu den Favoriten der US Open. Auch wenn er seit Wimbledon 2000 gar kein Turnier mehr gewonnen hat.

"Ihr müsst Euch erinnern, wer ich bin und wo ich nächste Woche spiele. Die US Open sind es, wo du glänzen musst, und darauf hoffe ich", sagte Sampras. "Ich bin vielleicht nicht mehr der, den es zu schlagen gilt - Lleyton Hewitt hat diese Rolle übernommen. Aber ich bin immer noch einer der Favoriten." Die Tage seiner Vorherrschaft seien vielleicht vorbei, aber dennoch hoffe er immer noch, ein weiteres Major-Turnier zu gewinnen. "Manchmal braucht man nur einen knappen Sieg und die Dinge können sich rasch umdrehen", hofft Sampras, der im Vorjahrsfinale in Flushing Meadows Hewitt in drei Sets unterlegen war.

Sein Bezwinger auf Long Island hatte heuer in Paris Andre Agassi zu fünf Sätzen gezwungen. Er ist als letzter Spieler direkt in den Hauptbewerb von New York gekommen. "Das ist der größte Sieg meiner Karriere und es ist ein großartiges Gefühl, Pete Sampras geschlagen zu haben", unterstrich Mathieu, dass es immer noch etwas Besonderes ist, den Rekord-Grand-Slam-Sieger zu bezwingen.

Auch eine frühere Nummer zwei der Welt ist bereits ausgeschieden. Magnus Norman ist nach einer Hüftoperation auf Platz 216 im Entry-System zurück gefallen und hat daher andere Prioritäten. "Ich hatte eine sehr erfolgreiche Hüftoperation und fühle, dass mein Spiel besser wird. Aber es ist schwieriger, als ich es erwartet habe", sagte Norman nachdem 4:6,3:6 gegen Vince Spadea. "Es ist ein seltsames Gefühl, im Ranking so weit hinten zu liegen und sich nicht einmal auf der ersten Seite zu finden", gibt der Schwede zu. Sein Ziel für den Rest des Jahres ist die Rückkehr in die Top 100.

21.8.2002 11:51