Montag, 19. August 2002

Regenchaos in Athen: Straßen unter Wasser

  • - Sorgen um Olympia 2004

Heftige Regengüsse haben am Sonntag in Athen für chaotische Zustände gesorgt und den Olympia-Planern für die Sommerspiele 2004 große Sorgen bereitet. Zahlreiche Medien in Griechenland brachten am Montag ihre Bedenken zum Ausdruck: Was passiert, wenn es im August 2004 in Athen genau so heftig regnet? Ein Wolkenbruch hatte in der griechischen Metropole am Sonntagnachmittag binnen einer Stunde ein Verkehrschaos ausgelöst.

Straßen unter Wasser
Im Zentrum der Stadt standen die wichtigsten Straßen unter Wasser, bis zu 30 Zentimeter waren es am Syntagma-Platz. Mehr als ein Meter hoch stiegen die Fluten vor dem alten Olympiastadion, wo das Ziel des Marathonlaufs sein wird. Müll und Geröllmassen behinderten den Verkehr auf den Straßen. Für drei Stunden fiel die elektrische Bahn aus, die das Zentrum mit den wichtigen Anlagen rund um das Olympiastadion verbindet. Auch vier Stationen der neuen U-Bahn mussten vorübergehend geschlossen werden.

Chaotische Zustände
Chaotisch war die Situation in Faliron und an der Ostküste Athens, wo Wettkampfanlagen unter anderem für Beach-Volleyball, Volleyball, Kanuslalom und Basketball gebaut werden. Die wichtigsten Straßen waren unpassierbar. Die Polizei sperrte die Hauptverkehrsader von Piräus nach Faliron für zwei Stunden ab.

"Im August 2004 darf es nicht heftig regnen
Das griechische Umweltministerium hat unterdessen angekündigt, diese Probleme bis 2004 durch ein neues Regenwasser-Ableitungssystem zu beseitigen. "Wir sind froh, dass keine ausländischen Fernsehteams am Sonntag in Athen waren", kommentierte das griechische Fernsehen. "Bisher steht eines fest: im August 2004 darf es in Athen nicht heftig regnen."

19.8.2002 15:13