Samstag, 24. August 2002

Arzt wollte Moscheen in Florida in die Luft sprengen

  • "Schwarze Liste" mit etwa 50 Ziel-Adressen
  • Granaten, schwere MGs und Scharfschützengewehre im Haus!

In Florida, USA, wurde ein Arzt festgenommen. Offensichtlich hatte er vor, Moscheen und andere moslemische Zentren in die Luft zu sprengen. In seiner Wohnung lagerte er genug Sprengstoff, um bei einer irrtümlichen Explosion seine gesamte Siedlung mit 200 Einzelhäusern dem Erdboden gleichzumachen!

Dr. Robert J. Goldstein, ein Fuß-Arzt, wollte seine Waffen und Bomben gegen Islamische Bildungseinrichtungen und Dutzende Moscheen einsetzen.

Einer der ATF-Polizisten, Carlos Baixauli, sagte: "Wenn eine seiner Bomben hochgegangen wäre, wäre das ganze Haus zerstört worden. Wenn alle explodiert wären, dann hätten wir den Großteil der Ansiedlung verloren!"

Der 37-jährige Goldstein, der in Seminole, Florida, wohnt, ist in Haft und muss sich wegen des Besitzes unregistrierter Waffen und Explosivstoffe verantworten. Ein weiterer Anklagepunkt: Die Planung von Attentaten gegen Islamische Einrichtungen.

Tipp von der Mutter
Der "Zund" an die Polizei kam von Goldsteins Mutter. Der Arzt hatte gefährliche Drohungen gegen seine Frau Kristi ausgestoßen. Seine Mutter bat daraufhin die Polizei, nachzusehen, ob alles in Ordnung sei. Die Polizei lockte Goldstein aus dem Haus und nahm ihn unter dem Vorwand der "Baker-Verordnung" fest. Diese Verordnung erlaubt es, Verdächtige gegen ihren Willen einer psychiatrischen Untersuchung zuzuführen.

Schwere Maschinengewehre und Scharfschützen-Gewehre
Das Haus war durchsetzt mit kleinen Sprengfallen, Überwachungskameras, Handgranaten und Benzin-Bomben mit Zeitzünder. Daneben fanden sich 40 selbstgebastelte Plastikbomben und eine Kiste voller Waffen, darunter schwere Maschinengewehre vom Kaliber .50 und ein schweres Scharfschützengewehr. Er besaß zwei panzerbrechende Raketen, mehrere Sturmgewehre und Faustfeuerwaffen - insgesamt 60(!) Feuerwaffen. Für einen Teil dieses Kriegs-Arsenals besaß der Arzt sogar die entsprechenden Papiere.

Schwarze Liste
Die Polizei fand eine getippte Liste mit etwa 50 islamischen Gotteshäusern in der Umgebung von Tampa und St.Petersburg.
Weiters gab es einen 11-Punkte-Plan für den Angriff auf ein Islamisches Bildungszentrum. Auch die Kleidung, die er dabei tragen würde, war notiert, sowie Tipps, wie er seine Fingerabdrücke verwischen könnte. Daneben gab es Notizen über Nahkampf-Methoden. Die Pläne sind so detailliert, dass sie wohl auch vor Gericht als sehr starke Indizien herhalten können.
"OBJECTIVE: Kill all 'rags' at this Islamic Education Center -- ZERO residual presence -- maximum effect," heißt es wörtlich in dem Plan.

24.8.2002 19:30