1.000 Taliban bei Gefangenetransport erstickt?
- UNO: US-Truppen kannten die Berichte
Rund tausend Taliban- und El Kaida-Kämpfer sind möglicherweise im vergangenen November bei Gefangenentransporten erstickt. Das US-Nachrichtenmagazin Newsweek berichtete am Sonntag, die Opfer gehörten zu den tausenden von Taliban- und El-Kaida-Kämpfern, die nach ihrer Kapitulation in der nordafghanischen Provinz Kundus in völlig überfüllten Lastwagen in ein Gefängnis von Scheberghan gebracht wurden.
Nach ihrem qualvollen Erstickunsgtod seien sie in Massengräbern unweit von Scheberghan in der Provinz Dschowsdschan beerdigt worden. Newsweek bezieht sich neben eigenen Recherchen auf einen internen Bericht der Vereinten Nationen sowie auf Untersuchungen des Roten Kreuzes. Nach Angaben des Magazins kannten die US-Truppen die Berichte über die Massentode; es gebe jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass US-Soldaten an den tödlichen Transporten beteiligt gewesen seien.
Der für Kommunikation zuständige Berater im Weißen Haus, Dan Bartlett, betonte gegenüber dem US-Fernsehsender ABC, die US-Soldaten hätten alle Gefangenen während der Afghanistan-Offensive "menschlich und mit Respekt" behandelt. Er kündigte eine rasche Untersuchung der Vorfälle an, warnte aber vor vorschnellen Urteilen. In ihrem internen Bericht bestätigten die UN den Fund eines Massengrabes mit Taliban-Gefangenen, die offensichtlich während ihres Transports ins Gefängnis von Scheberghan in den überfüllten Lastwagen erstickt seien.
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