Scheibner warnt vor Terror durch PC-Kriminalität
- Sicherheitspolitische Diskussion in Ö "allzu sehr an Oberfläche

Vor neuen terroristischen Bedrohungsszenarien durch Computerkriminalität hat am Montag Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) beim Europäischen Forum Alpbach gewarnt. In Zukunft seien gezielte EDV-Angriffe auf Computersysteme von konventionellen und nuklearen Kraftwerken ebenso vorstellbar wie IT-Manipulationen an den Börsen, Angriffe auf Satelliten-Navigationssysteme oder auf die Stromversorgung.
"In Wahrheit wissen wir, dass das die nächste große Bedrohung sein wird nach der Bedrohung durch Terrorismus und durch die Verwendung von Massenvernichtungswaffen im Rahmen von kriminellen Organisationen", sagte Scheibner.
Eine Antwort auf diese Bedrohungsbilder könne nur in einem internationalen Rahmen erfolgen, sagte der Verteidigungsminister. Auch sei es notwendig, rechtzeitig gegen diese Bedrohungen vorzugehen anstatt zu reagieren. Die sicherheitspolitische Diskussion in Österreich verlaufe "allzu sehr an der Oberfläche", kritisierte der Minister. Dies habe die öffentliche Debatte um die neue Verteidigungsdoktrin gezeigt.
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