Freitag, 23. August 2002

Familien-Tragödie in Mariahilf: Junge Frau erschossen!

  • Verwirrendes Beziehungsdrama in Wien-Mariahilf
  • Täter erlag am Samstag seinen Verletzungen

Schauplatz einer blutigen Beziehungstragödie war Freitag Nachmittag eine Wohnung in Wien-Mariahilf. Eine junge Frau aus Bangkok wurde von einem 51-jährigen Steirer erschossen. Anschließend versuchte der Täter erfolglos, sich selbst zu richten. Er erlag am Samstag im Wiener AKH seinen Verletzungen.

Der 52-jährige Rudolf Sch. aus der Gegend um Kindberg in der Steiermark erlag im Spital den Folgen eines Kopfschusses, den er sich Freitag Nachmittag gegen 15.00 Uhr in Wien nach dem Mord an seiner Stieftochter Pattanat C. (17) zugefügt hatte. Im Hintergrund der Affäre waren private Probleme gestanden.

Die 17-jährige Pattanat C. war mit ihrer Mutter am Donnerstag aus der Steiermark nach Wien gekommen. Es hatte schwere familiäre Probleme gegeben. Das Mädchen war offenbar mit einem Adoptivsohn jenes Wiener Arztes befreundet, in dessen Wohnung sich Freitag Nachmittag dann die Tragödie abgespielt hatte. Sch. war nach Wien gereist und plötzlich vor der Tür der Wohnung des Arztes gestanden. Nachdem man ihn eingelassen hatte, hatte er eine Glock-Pistole gezückt und die junge Frau mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Für sie gab es keine Rettung mehr.

Der 41-jährige Wohnungsinhaber hatte sich noch in das nahe gelegene Wachzimmer der Polizei in der Stumpergasse flüchten können und hatte Alarm geschlagen. Unmittelbar nach den tödlichen Schüssen auf seine Stieftochter hatte der Steirer durch einen Kopfschuss Selbstmord versucht. Er kam ins Wiener AKH. Die Ärzte zweifelten an seinem Aufkommen. Am Samstag erlag er schließlich seinen Verletzungen.

Unmittelbar nach dem Alarm war es zu einem Einsatz der Wega-Abteilung der Wiener Polizei gekommen. In dem Haus gibt es auch islamische Einrichtungen.

23.8.2002 16:36