Scheibner plant weitere Anschaffungen für das Heer
- Verteidigungsminister will ein Sonderbudget für Ausrüstung
- EADS akzeptiert Reduzierung der Eurofighter-Stückzahl
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Ein Defizit droht, das Hochwasser kostet Unsummen, und alle Zeichen stehen auf Sparkurs. Allein Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) plant nach dem Beschluss für die Eurofighter weitere Anschaffungen für das Bundesheer. Er will neue Kampfanzüge für die Soldaten.
Die Ausrüstung der Soldaten werde "wesentlich verbessert", kündigte Scheibner am Mittwoch an. Angaben über die Kosten macht der Minister zwar nicht, er betonte aber, dass alle Anschaffungen zusätzlich budgetiert werden müssten. Mit dem normalen Budget sei das nicht zu machen.
Wie Scheibner mitteilte, werde derzeit bereits ein neuer Kampfanzug erprobt. Geplant seien auch ein Paket gegen terroristische Bedrohungen, ein Paket zum Katastrophenschutz sowie ein Paket für Auslandsaufgaben.
EADS akzeptiert Reduzierung der Eurofighter
Der Rüstungskonzern EADS akzeptiert die Entscheidung der österreichischen Regierung, wegen der Hochwasserkatastrophe statt der ursprünglich geplanten 24 nur mehr 18 Eurofighter-Abfangjäger zu kaufen. Österreich-Projektleiter Wolfgang Aldag erklärte am Donnerstag im Radio-Morgenjournal, "wir sagen ja, ok, wir können auch mit 18 Flugzeugen leben. Der Beginn der Lieferung, wie wir das angeboten haben, ist von der Verschiebung der Zahlung natürlich nicht betroffen. Es bleibt beim Angebot, Ende 2004 mit den Flugzeugen in Auslieferung zu gehen".
Aldag weiter: "Unterm Strich wird es durch die Reduzierung von 24 auf 18 Eurofighter natürlich auch eine Redzierung des Preises geben". Allerdings werde dies nicht im gleichen Ausmaß von 25 Prozent erfolgen, weil zwar "der Stückpreis der Flugzeuge als solche als gleich angesehen" werden könne, aber daneben gebe es unabhängige Leistugen wie Training oder das gesamte Servicepaket, "die fallen an".
Die Zahlungen für die Eurofighter werden nicht mehr wie geplant ab 2005 beginnen, sondern erst ab 2006.
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