Tschechien wird auf Kauf von Abfangjägern verzichten
- Nach Hochwasser-Katastrophe kein Geld für die 24 Jets da
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Tschechien wird auf Kauf verzichten
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Tschechien wird wegen der katastrophalen Überschwemmungen höchstwahrscheinlich auf den geplanten Kauf von 24 Abfangjägern des Typs "Gripen" des britisch-schwedischen Konsortiums BAE Systems verzichten. Dies bestätigte Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik gegenüber der Tageszeitung "Pravo".
Militärexperten wollen der Regierung nun Alternativvorschläge zur Luftraumverteidigung nach einem Ende der Lebenszeit der russischen MiG-21 im Jahr 2005 vorlegen. Der Kauf der Gripen würde 60 Milliarden tschechische Kronen (1,93 Mrd. Euro) kosten.
"Meiner Meinung nach ist der Kauf der 24 Überschall-Abfangjäger für die tschechische Armee tot. Ich muss nun eine weniger teure Alternative finden", sagte Tvrdik, ohne weitere Details zu nennen. Die Gripen sollten bisherigen Planungen zufolge zwischen 2004 und 2007 geliefert werden.
Mehrere Varianten sind nun nach Auffassung der Experten möglich. Beispielsweise könnte man ein neues Auswahlverfahren in der Hoffnung ausschreiben, dass man einen günstigeren Preis erzielen könnte. Man könnte auch schon gebrauchte Abfangjäger F-16 von einem NATO-Land kaufen, beispielsweise von den USA oder Belgien. Entsprechende Angebote beider Staaten gab es bereits.
Eine andere Variante sieht die Mietung der Maschinen von einem anderen Land oder dass überhaupt ein NATO-Bündnispartner die Verteidigung des tschechischen Luftraums übernimmt. In Frage kämen Deutschland oder Polen, hieß es.
Tvrdik stellte auch weitere Sparmaßnahmen in dem Verteidigungsressort in Aussicht. Tschechien will seine Teilnahme an Auslandsoperationen künftig einschränken. Dies betrifft vor allem eine Sondereinheit, die auf Ersuchen der USA nach Afghanistan entsandt werden sollte. "Die Gründe sind weder politisch noch militärisch, sondern ausschließlich ökonomisch", betonte der Verteidigungsminister.
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