Europas Kabelnetz-Gigant UPC hält Konkurs für möglich
- Restrukturierungspläne laufen mit Hochdruck
- Aufschiebung von Zahlungen möglich

Europas größter Kabelfernsehbetreiber UPC hat einen Konkurs nicht ausgeschlossen, sollten UPC-Anteilseigner und Anleihenbesitzer eine dringend erforderliche Schulden-Restrukturierung nicht akzeptieren. UPC hat auch eine Österreich-Tochter, die das heimische Telekabel und das Chello-Breitband-Internet betreibt. Sie wollte den Bericht nicht kommentieren.
Die Entwicklungen könnten zu nachteiligen Veränderungen der Geschäfte von UPC bis hin zur Liquidation führen, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung von United Pan-Europe Communications NV (UPC) an die US-Börsenaufsicht SEC hieß.
Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen steht nach einer Reihe von Zukäufen und Investitionen in seine Kablenetze vor einem nicht mehr kontrollierbaren Schuldenberg von mehr als 10 Mrd. Euro. UPC, das zu John Malones US-Medienkonzerns Liberty Media gehört, teilte zudem mit, ein möglicher Schritt sei auch eine Aufschiebung der Zahlungen.
Versatel ist schon pleite
Mit einem Konkursantrag würde UPC dem dänischen Telekom-Konzern Versatel folgen, der mit dem gleichen Schritt die Eigner von Versatel-Anleihen zur Akzeptanz seines Restrukturierungsplanes zwingen will. Liberty-Chef Malone hatte UPC zuletzt als Kernstück seiner Strategie benutzen wollen.

