OMV-Halbjahrsergebnis wie erwartet fast halbiert
- Belastung durch niedrige Raffineriemargen und geringen Ölpreis
- Zweites Quartal lief besser als erstes Quartal

Der börsenotierte Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV musste wie von Analysten erwartet im 1. Halbjahr einen starken Ergebnisrückgang gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres hinnehmen, erzielte aber im 2. Quartal eine markante Verbesserung gegenüber dem 1. Vierteljahr 2002.
Der Betriebserfolg sank im Halbjahr um 46 Prozent auf 195 (364) Mill. Euro, vor Sondereffekten um 47 Prozent auf 201 (382) Mill. Euro, gab das Unternehmen Dienstagfrüh im Vorfeld seiner Halbjahres-PK ad-hoc bekannt. Von der APA befragte Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt einen reported EBIT von 195,3 Mill. Euro und einen clean EBIT von ebenfalls rund 195 Mill. Euro erwartet.
Im 2. Quartal konnte die OMV das EBIT gegenüber Jänner bis März um 43 Prozent auf knapp 115 (80) Mill. Euro erhöhen - vor Sondereffekten um 54 Prozent auf 122 (79) Mill. Euro -, und der Periodenüberschuss des 2. Quartals stieg im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 93 Prozent auf 77 (40) Mill. Euro.
Produktpreis-Rückgänge um 15 Prozent
Den starken Rückgang des Halbjahres-EBIT begründet OMV mit den sehr niedrigen Raffineriemargen und den geringen Ölpreis. Der Konzernumsatz verringerte sich im 1. Halbjahr wegen der durch die niedrigeren Ölpreise bedingten Produktpreis-Rückgänge um 15 Prozent auf 3,313 (3,915) Mrd. Euro, im 2. Quartal lag er jedoch mit 1,719 (1,593) Mrd. Euro um 8 Prozent über dem 1. Quartal d.J.
Das EGT sank im Halbjahr im Vergleich zur Vorjahrsperiode um 46 Prozent auf 182 (340) Mill. Euro, der Cash-flow wurde mit 277 (nach 581) Mill. Euro beziffert. Im 2. Quartal war das EGT mit 122 Mill. Euro um 103 Prozent höher als im 1. Quartal d.J. (60 Mill. Euro), der Quartals-Cash-flow wird mit 127 (nach 150) Mill. Euro angegeben.

