US Airways melden Konkurs an
- 35.000 Mitarbeiter betroffen
- Betrieb geht weiter

US Airways, die siebtgrößte Fluggesellschaft der USA, ist pleite. Das Unternehmen gab am Sonntag bekannt, dass es Gläubigerschutz beantragt habe. Im Jahr 2001 machte die Fluglinie mit Sitz in Arlington im US-Staat Virginia 2,1 Milliarden US-Dollar (2,16 Mrd. Euro) Verlust. Der Gläubigerschutz nach Kapitel elf des amerikanischen Konkursrechts erlaubt eine Fortführung der laufenden Firmengeschäfte, während das Unternehmen einen Plan zur Umstrukturierung der Finanzen ausarbeitet.
Nach Angaben von US Airways werde der Flugbetrieb während der Umstrukturierung fortgeführt. US Airways beschäftigt 35.000 Menschen. Erst in der vergangenen Woche hatte man sich mit den Gewerkschaften der Piloten und Flugbegleiter über Lohn- und Gehaltskürzungen geeinigt, um den Betrieb aufrecht zu halten.
Es bestünden Zusagen für eine Übergangsfinanzierung in Höhe von 500 Millionen Dollar, teilte die Gesellschaft mit. Die Rückkehr aus dem Gläubigerschutz werde für das erste Quartal 2003 angestrebt. Das Unternehmen bezifferte seine Vermögenswerte auf 7,81 Milliarden Dollar und die Verbindlichkeiten auf 7,83 Milliarden Dollar. Bereits im Juli hatte die Gesellschaft mitgeteilt, als Folge der schwachen Nachfrage nach Geschäftsreisen sei die Firma vom Konkurs bedroht.

