GAK trennt sich von Trainer Thijs Libregts
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Österreichs Fußball-Cupsieger GAK hat sich von Trainer Thijs Libregts getrennt. Die in der T-Mobile-Bundesliga durch einen 0:1-Heimniederlage gegen Salzburg ans Tabellenende abgerutschten Grazer trafen diese Entscheidung vor dem Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Champions League am Mittwoch gegen Lok Moskau. Christian Keglevits wurde als neuer Cheftrainer präsentiert.
Cupsieger, Supercupsieger und Chance auf den Einzug in die Fußball-Champions League: Die Bilanz von Thijs Libregts als GAK-Trainer spricht für sich, aber nach dem Rückfall ans Tabellenende der T-Mobile-Bundesliga griffen auch bei den als Titelanwärter gestarteten 100-jährigen Athletikern die Alltagsgesetze. Der Jubilar in Rot sah Rot trennte sich am Montag einvernehmlich vom 61-jährigen Niederländer, dessen Co-Betreuer Christian Keglevits stieg zum neuen Chef-Coach auf.
Am Mittwoch im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Champions League gegen Lok Moskau ist der Ex-ÖFB-Teamspieler bereits der neue Sportliche Verantwortliche. Vereinspräsident Rudi Roth einigte sich mit dem 41-Jährigen auf eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende, dies wurde mit Keglevits per Handschlag besiegelt. "Das Präsidium hat einstimmig beschlossen den Vertrag mit Thijs Libregts einvernehmlich zu lösen. Aber wir wollen uns dennoch bedanken für die gute Arbeit die geleistet wurde", so Roth zur Ablöse von Libregts, die durch vier Punkte begründet wurde.
"Neben dem Tabellenplatz war vor allem die Art und Weise wie die Ergebnisse zu Stande gekommen sind enttäuschend. Gegen Salzburg kamen wir etwa zuletzt nur zu einer herausgespielten Torchance. Weiter gab es auch Kommunikationsschwierigkeiten mit der Mannschaft und einen Zuschauereinbruch", meinte der Klubchef. Nun gelte es die "Jahrhundertchance Champions League nicht auszulassen", darum habe man sich zu diesem "schnellen Schritt" entschlossen.
Durch Christian Keglevits ("Er kennt die Mannschaft in und auswendig") erhofft sich Roth "eine neue Motivation. Man sollte auch der jungen, österreichischen Trainer-Garde eine Chance geben." Für "Kegerl" ist es nicht das Debüt als GAK-Coach, denn schon im Vorjahr übernahm er nach der Trennung von Werner Gregoritsch, kurz als Interimstrainer. Gegen die Austria (4:2-Sieg) und den FC Utrecht (3:3) blieben die Grazer dabei ungeschlagen, nun soll es auch längerfristig klappen. "Ich erwarte vollen Einsatz und hundertprozentige Konzentration, es gilt den sportlichen Erfolg zurückzuholen", so der neue Chef.
Die Ablöse von Thijs Libregts kam für Keglevits überraschend ("Ich war immer loyal und bin ihm nie in den Rücken gefallen. Ich hatte damit nichts zu tun"), aber so sei eben das Geschäft. Frei nach dem Motto seines Vorgängers: "Des einen Tod ist des anderen Brot." Die vorrangige Aufgabe sei nun "wieder Freude an Training und Spiel zu vermitteln. Zuletzt war die Tendenz da, dass Mannschaft und Trainer in verschiedene Richtungen gingen."
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