Davidsons Ziel in Budapest: Letzter werden
- 23-Jähriger hat auf dem Hungaroring bescheidene Ziele

Anthony Davidson hat ein spannendes Formel-1-Rennen vor sich, ist der 23-jährige Engländer bei Minardi doch gleich doppelter Ersatz. Davidson kam nur zum Zug, weil der als Ersatz für Alex Yoong vorgesehene Wunschkandidat Justin Wilson viel zu groß ist für das Minardi-Cockpit. Dafür ist Davidson wieder zu groß für die gängigen Minardi-Overalls, deshalb muss der Brite in Budapest in einer Mechaniker-Kluft Rennen fahren.
Das klingt kurioser als es ist. Denn die Boxencrew trägt Overalls aus dem gleichen feuerfesten Material wie die Fahrer. Eine passende Rennkluft ist für Davidson derzeit nicht aufzutreiben, weil der italienische Hersteller im August Betriebsferien hat. "Das Team hat irgendeinen Anzug gefunden, der mir halbwegs passt, allerdings ein bisschen zu klein ist. Ich werde am Wochenende wohl ein wenig wie Jacques Villeneuve aussehen", scherzte Davidson.
Etwas Humor war auch im Auto angesagt, denn der 23-Jährige rutschte mit der ganzen Erfahrung von rund 30 Rennen in der Formel 3 und Formel Ford in die Formel 1, hat aber als BAR-Testfahrer rund 12.000 Kilometer zurückgelegt. "Ich wäre froh, wenn ich nicht mehr als eine halbe Sekunde auf meinen Teamkollegen Mark Webber verliere", war Davidsons Plan, der am Freitag im freien Training freilich nicht gleich aufging. "Ich will das Auto nur qualifizieren und mich aus allen Problemen raus halten, der letzte Platz in der Startaufstellung wäre der perfekte Platz beim ersten Antreten in der Formel 1", so Davidson.
Geschafft: Letzter Platz im Qualifying
Beim Qualifying am Samstag konnte er seine Vorhaben in die Tat umsetzen. Er wurde Letzter, qualifizierte sich aber trotzdem locker für das Rennen am Sonntag. Auch der Rückstand auf Webber hielt sich beinahe in den erhofften Grenzen: Exakt 529/1000 Sekunden trennten Davidson am Ende von seinem Teamkollegen.
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